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		<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 12:05:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Zu hohe Feinstaubwerte durch verstärkte Maßnahmen reduzieren. Bund und Kommunen müssen handeln</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/zu-hohe-feinstaubwerte-durch-verstaerkte-massnahmen-reduzieren-bund-und-kommunen-muessen-handel/</link>
			<description>Berlin: Der BUND hat von der Bundesregierung und den Kommunen erhöhte Anstrengungen zur Reduzierung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der BUND hat von der Bundesregierung und den Kommunen erhöhte Anstrengungen zur Reduzierung der Feinstaubemissionen gefordert. Die zu hohen Konzentrationen des Feinstaubs in Deutschland im Jahr 2011 seien auch ein Ergebnis der Tatsache, dass die Bundesregierung den Kommunen den Druck genommen habe, zu handeln.<br /><br />Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte: &quot;Die schlechten Feinstaubwerte sind Resultat der Laissez-faire-Politik der Bundesregierung. Diese hatte auf EU-Ebene eine fünfjährige Fristverlängerung bis 2011 für Strafzahlungen durchgesetzt. Jetzt ist der Handlungsbedarf umso größer. Nur wenn die Kommunen nachweisen können, dass sie alle gebotenen Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung ergriffen haben, können sie kommenden Strafzahlungen in Millionenhöhe noch entgehen.&quot; Einige Städte wie Berlin oder Leipzig hätten bereits frühzeitig ambitionierte Maßnahmen eingeleitet. Diesen Vorbildern müssten nun alle anderen Kommunen folgen.<br /><br />Neben der Einführung von Umweltzonen mit strengen Einfahrtsbeschränkungen gehe es darum, den städtischen Autoverkehr generell zu reduzieren. Die Bundesregierung müsse den Kommunen mehr Mittel zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und des Radverkehrs zur Verfügung stellen.&nbsp;<br /><br />Dringend erforderlich seien außerdem bundeseinheitliche Regelungen zur Feinstaubreduzierung. Dies betreffe auch die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zur Einfahrt in die Umweltzonen. Außerdem müsse die Bundesregierung den Einbau von Rußfiltern in Baumaschinen und Dieselloks verbindlich vorschreiben.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">BUND-Informationen<br /></span>
<ul><li><link 1370 - - "BUND-Informationen zu Feinstaub">zum Thema Feinstaub</link></li></ul>
<span style="font-weight: bold;">Pressekontakt</span>
<ul><li><link jens.hilgenberg@bund.net - mail "Opens window for sending email">Jens Hilgenberg</link>, BUND-Verkehrsexperte, Tel. (0 30) 2 75 86-467</li><li><link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">Almut Gaude</link>, BUND-Pressereferentin, Tel. (0 30) 2 75 86-464 /-425</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 12:05:00 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Agrospritziele für Umwelt und Verbraucher desaströs. 2,3 Milliarden Euro zusätzliche Kosten sind vermeidbar.</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/agrospritziele-fuer-umwelt-und-verbraucher-desastroes-23-milliarden-euro-zusaetzliche-kosten-sind/</link>
			<description>Berlin: Das von der Bundesregierung verfolgte Beimischungsziel von Agrosprit zu Kraftstoffen für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Das von der Bundesregierung verfolgte Beimischungsziel von Agrosprit zu Kraftstoffen für Pkw und Lkw ist aus Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch nicht weiter verantwortbar. Dies zeige eine Studie, die im Auftrag von Friends of the Earth Europe und der Entwicklungsorganisation Action Aid vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo) erstellt und gestern veröffentlich wurde. Die geplante Erhöhung des Agrospritanteils auf etwa zwölf Prozent bis 2020 würde laut FiFo-Berechnungen zu einer Mehrbelastung der Verbraucher und Steuerzahler von durchschnittlich 2,3 Milliarden Euro pro Jahr führen. Davon seien 1,9 Milliarden Euro zusätzliche Kosten durch die Produktion des Agrosprits, die an die Verbraucher über den Spritpreis weitergegeben würden. Zudem flössen bereits heute jährlich rund 370 Millionen Euro an Subventionen direkt an die Bauern für den Anbau von Biomasse für den Tank. Diese Gelder würden weder der Umwelt noch dem Klima helfen, so der BUND. Im Gegenteil würden dadurch die vom Verkehr verursachten Probleme sogar noch verschärft.
Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: &quot;Steuerzahler und Verbraucher sollen Milliarden für eine Politik zahlen, die verheerende Auswirkungen für die Umwelt und für die Nahrungsmittelsicherheit in der Welt hat. Statt diesen Irrsinn weiter zu betreiben, muss die Bundesregierung eine politische Wende zu einer wirksamen Strategie der CO2-Reduzierung und zu einer nachhaltigen Landwirtschaft einläuten. Dazu muss sie als erstes die direkte und indirekte Subventionierung des Anbaus von Biomasse für den Tank einstellen. Anstatt gegen den Willen der Verbraucher mehr Bioethanol und Biodiesel beizumischen, müssen zudem strenge EU-weite Verbrauchsvorgaben für neue Pkw umgesetzt und effizientere Fahrzeuge gebaut werden. Dadurch können in 2020 rund 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, was 15 Prozent der CO2-Emissionen aus dem Verkehr entspricht.&quot;
Die FiFo-Studie zeige auch, dass die Bundesregierung mit dem Beimischungszwang grundsätzlich gescheitert sei. So liege der Absatz von Agrosprit in Deutschland in den Jahren 2009 und 2010 sogar unter den Mengen, die 2006 vor der Beimischungspflicht abgesetzt wurden. Man habe Produktionskapazitäten aufgebaut, die nur etwa zur Hälfte ausgenutzt seien. Die nachhaltige und dezentrale Produktion von Biokraftstoffen sei gleichzeitig zurückgedrängt worden. So hätten laut Studie 14 Hersteller seit 2008 in die Insolvenz gehen müssen.
Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte: &quot;Die Bundesregierung versucht, gegen den Willen und auf Kosten der Verbraucher eine Politik durchzusetzen, die weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll ist. Die Hälfte der Deutschen weiß, dass Agrosprit keinen Vorteil für die Umwelt bringt und viele wollen nicht, dass Biomasse statt für den Teller für den Tank angebaut wird. Es ist gut, dass sich die Verbraucher der Einführung von E10 bisher verweigert haben, das sollten sie auch weiterhin tun.&quot;
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.globalsubsidies.org/research/biofuel-subsidies-germany _blank>Studie zu den Kosten des Agrosprits in Deutschland&nbsp;(englisch) </link></li><li><link http://www.bund.net/themen_und_projekte/verkehr/autoverkehr/alternative_antriebe/ _self>... zum Thema &quot;Alternative Antriebe&quot;</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel: (030) 275 86 -435, <link werner.reh@bund.net>werner.reh@bund.net</link> </li><li>Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. (030) 275 86- 464, Mobil: (01 63) 607 90 90, E-Mail: <link presse@bund.net>presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 12:04:00 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Waldzustandsbericht: Buchen geht es so schlecht wie nie zuvor - Politik muss endlich handeln und  Schadstoffe aus Landwirtschaft und Verkehr reduzieren </title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/waldzustandsbericht-buchen-geht-es-so-schlecht-wie-nie-zuvor-politik-muss-endlich-handeln-und-sc/</link>
			<description>Berlin: Das Bundesagrarministerium hat heute den Waldzustandsbericht 2011 veröffentlicht. Danach...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Das Bundesagrarministerium hat heute den Waldzustandsbericht 2011 veröffentlicht. Danach hat sich vor allem der Zustand der Buchen alarmierend verschlechtert. So übertrifft der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen bei Buchen mit 57 Prozent den bisherigen Höchststand von 2004. Nur noch 12 Prozent im Jahr 2011 waren ohne Verlichtung.<br /><br />Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): &quot;Ausgerechnet den Buchenwäldern, die letztes Jahr noch von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnet wurden, geht es so schlecht wie nie zuvor. Dies zeigt in erschreckendem Maße, wie wenig sich die Politik um die Naturschätze in Deutschland kümmert. Buchenwälder sind als CO2-Speicher für das Klima und aufgrund ihrer Artenvielfalt von unschätzbarem Wert. Ministerin Aigner darf den Zustand der Wälder nicht weiter schönreden sondern muss endlich die Ursachen für die Schäden klar benennen und handeln.&quot;<br /><br />So sei die vom Ministerium positiv dargestellte verstärkte Fruchtbildung bei den Buchen, die zur verstärkten Kronenverlichtung führe, ein Alarmsignal. Die Häufigkeit dieser starken Fruchtbildung nehme in den letzten Jahren zu. Ursachen dafür seien der vermehrte Stress durch Wetterextreme und die hohe Belastung durch Ammoniak und Stickoxide aus Landwirtschaft und Verkehr.
Weiger: &quot;Ministerin Aigner kann und muss in ihrer eigenen Verantwortung den Wäldern selbst helfen, indem sie endlich die industrielle Tierhaltung in Deutschland beendet, die für 80 Prozent der Ammoniakemissionen verantwortlich ist.&quot;
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/wald/naturerbe_buchenwald/ _self>... zum Naturerbe Buchenwald</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Almut Gaude, BUND-Pressestelle, Tel. (0 30) 275 86 -464;&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:48:00 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>BUND fordert eine Milliarde Euro für Nachhaltigkeitsforschung </title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-fordert-eine-milliarde-euro-fuer-nachhaltigkeitsforschung/</link>
			<description>Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesforschungsministerin...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan aufgefordert, die Forschungspolitik in Deutschland stärker am Motto des Wissenschaftsjahres 2012 – &quot;Zukunftsprojekt Erde&quot; – auszurichten. Dafür sei es notwendig, jährlich rund eine Milliarde Euro für eine gesellschaftsorientierte Forschung zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen umzuwidmen. Mittel in dieser Größenordnung seien nötig, um vorhandene Defizite in der Wissenschafts- und Forschungspolitik auszugleichen. &quot;Die zunehmende Drittmittel- und Exzellenzorientierung hat den Blickwinkel der Wissenschaft stark verengt. Auf drängende Fragen zur Energie- und Mobilitätswende oder zu neuen ökonomischen Konzepten in der Finanzkrise fehlen gesellschaftlich angemessene Antworten. Die zu starke Technikfixierung führt dazu, dass Gefahren und Risiken neuer Technologien oft ausgeblendet werden&quot;, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger bei einer Pressekonferenz in Berlin.<br /><br />Forschungsministerin Annette Schavan und die Bundesländer müssten dringend gegensteuern und die Forschung stärker als bisher an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausrichten. Die notwendigen Mittel dafür müssten aus anderen, nicht zukunftsfähigen Bereichen umgeschichtet werden. Statt beispielsweise im Energiebereich 2012 rund 150 Millionen Euro in die Kernfusion zu stecken, müssten Forschungen zur Dezentralisierung des Stromnetzes und zur Steigerung der Energieeffizienz verstärkt gefördert werden. Vermehrt müssten Bundesforschungsgelder außerdem in die ökologische Transformation der Landwirtschaft anstatt in die sogenannte &quot;grüne Gentechnik&quot; fließen. Im Verkehrsbereich seien Forschungen zur Reduzierung des Pkw-, Lkw- und Flugverkehrs weitaus zukunftsweisender als beispielsweise die Elektromobilitätsforschung, die das Ministerium 2012 mit etwa 200 Millionen Euro fördern wolle.<br /><br />Prof. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts für Umwelt, Klima, Energie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des BUND: &quot;Dass sich erstmalig ein großer Umweltverband so aktiv in die wissenschaftspolitische Debatte einbringt, ist ein wichtiger Schritt zu einer Wissenschaftspolitik, die den Interessen der Zivilgesellschaft dient und nicht allein von Einzelgruppen und ökonomischen Interessen gesteuert wird. Forschungsthemen müssen pluralistisch festgelegt werden, für unkonventionelle und kontroverse Positionen muss genügend Raum bleiben. In der Forschung darf nicht nur das Wissen separater Disziplinen die Richtung bestimmen, sondern es muss das Wissen aller Akteure einbezogen werden. Nur im Zusammenspiel vieler Fachleute und zivilgesellschaftlicher Akteure lassen sich Zukunftsrisiken und Umweltgefahren früh erkennen und analysieren, um dann geeignete Lösungen zu entwickeln.&quot;<br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><media 19410 _blank download_extern "Datei herunterladen">BUND-Hintergrundpapier &quot;Nachhaltige Wissenschaft – Plädoyer für eine Wissenschaft für und mit der Gesellschaft&quot;</media></li><li><link http://www.bund.net/themen_und_projekte/nachhaltigkeit/ _self>Nachhaltigkeit beim BUND</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>&nbsp;Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. (030) 275 86 -464, Mobil: (01 63) 607 90 90,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:35:00 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist &quot;Libelle des Jahres 2012&quot;</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/die-blaugruene-mosaikjungfer-ist-libelle-des-jahres-2012/</link>
			<description>Berlin: Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), eine der größten und auffälligsten heimischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), eine der größten und auffälligsten heimischen Libellen, wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) zur &quot;Libelle des Jahres 2012&quot; gekürt. Der Name der Libelle bezieht sich auf die Färbung der Männchen. Am Hinterleib haben sie grüne Flecken auf schwarzem Grund, die schließlich in blaue Flecken übergehen. Im Gegensatz dazu haben Weibchen durchgängig einen braun-schwarz-grün gefärbten Hinterleib. Die Blaugrüne Mosaikjungfer erreicht die beachtliche Länge von bis zu 80 Millimeter, ihre Flügelspannweite beträgt bis zu 100 Millimeter.<br /><br />&quot;Blaugrüne Mosaikjungfern gehören zu den häufigsten Edellibellen. Da sie sich sehr gut beobachten lassen und dem Menschen sehr nahe kommen können, soll ihre Wahl zur Libelle des Jahres 2012 dazu beitragen, auf diese faszinierende Insektengruppe aufmerksam zu machen. Vor allem geht es auch darum, Vorurteile ihnen gegenüber abzubauen. Denn hartnäckig hält sich die Mär, dass Libellen stechen können. Sie haben aber weder Stechrüssel noch Giftstachel und stechen deshalb auch nicht&quot;, sagte die BUND-Naturschutzexpertin Heidrun Heidecke.<br /><br />Die Blaugrüne Mosaikjungfer fliegt von Juli bis Oktober und kommt an nahezu allen stehenden Gewässern vor. Neben Waldweihern, natürlichen Tümpeln und Fischteichen zählen auch Gartenteiche und Regentonnen zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Ein naturnaher Teich im Kleingarten oder ein Parkteich in der Stadt reicht den Libellen bereits aus. Die Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer legen ihre Eier auf treibende Holzstückchen und nahe dem Wasserspiegel in Baumstämmen und Uferbereichen ab. Dort überwintern die Eier. Die Larven leben ein bis zwei Jahre im Gewässer und überwintern dort ebenfalls. Die ausgewachsene Larve kriecht schließlich an Pflanzen aus dem Wasser, aus ihr schlüpft die erwachsene Libelle.&nbsp;<br /><br />Die Männchen der Blaugrünen Mosaikjungfer kann man häufig bei &quot;Patrouillenflügen&quot; beobachten. Die Insekten fliegen im wiederkehrenden Rhythmus das Ufer auf und ab und halten Ausschau nach Beute, Rivalen und Weibchen. Dabei nähern sie sich dem Beobachter gelegentlich bis auf wenige Zentimeter. Reviere werden von den Männchen nur für kurze Zeit besetzt, dann aber heftig gegen Artgenossen verteidigt. Schon nach wenigen Stunden suchen sich die Männchen neue Reviere. Bei der Suche nach attraktiven Revieren legen die Blaugrünen Mosaikjungfern oft weite Strecken zurück und erschließen sich so auch immer wieder neue Gewässer.&nbsp;<br /><br />Seit 2011 wird die &quot;Libelle des Jahres&quot; von der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ausgewählt, um auf die Vielfalt der Arten und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Von den 80 heimischen Libellenarten stehen 48 auf der Roten Liste gefährdeter Insekten.<br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.bund.net/presse/bild_und_ton/aktionen_und_projekte/#c27007 _self>Pressefotos der Blaugrünen Mosaikjungfer</link></li><li><link 6455>BUND-Hintergrund zur Libelle des Jahres 2012</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>&nbsp;Heidrun Heidecke, BUND-Naturschutzexpertin, Tel. (0 30) 275 86 -495&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 275 86 -425 / -489,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link>&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:45:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4778 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Antibiotikaresistente Keime in Umgebung von Hähnchenmastanlage in Niedersachsen nachgewiesen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/antibiotikaresistente-keime-in-umgebung-von-haehnchenmastanlage-in-niedersachsen-nachgewiesen/</link>
			<description>Berlin/Hannover: Im Abstand von bis zu 400 Metern von einer Geflügelmastanlage in Niedersachsen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin/Hannover: Im Abstand von bis zu 400 Metern von einer Geflügelmastanlage in Niedersachsen befinden sich am Boden und auf Pflanzen antibiotikaresistente Keime. Dies ergab die Analyse von Stichproben, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit der örtlichen Bürgerinitiative des Netzwerkes &quot;Bauernhöfe statt Agrarfabriken&quot; und dem ZDF bei einer Hähnchenmastanlage bei Neustadt am Rübenberge genommen hatte. Mit dem Verfahren sogenannter &quot;Sockentupferproben&quot; wurden in drei von zwölf Proben ESBL-bildende E.coli-Bakterien (Extended Spectrum Beta-Lactamase) nachgewiesen. Der BUND bewertet die Funde als besorgniserregend, da die Keime unter anderem auch in Gärten eingetragen werden und über Rohkost wie Karotten oder Salate in die Nahrungskette gelangen können.&nbsp;<br /><br />Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: &quot;Unsere Ergebnisse zeigen ein Problem, das Agrarministerin Ilse Aigner seit langem bekannt ist. Über die Abluft von Intensivtierhaltungen gelangen antibiotikaresistente Keime in die Umwelt und können die Gesundheit von Anwohnern gefährden. Ministerin Aigner muss umgehend handeln und die Menschen in der Umgebung solcher Anlagen wirksam vor den gesundheitlichen Risiken der Massentierhaltung schützen.&quot;<br /><br />Eine Richtlinie des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) für sogenannte Bioaerosole, also luftgetragene Erreger, liege Bund und Ländern bereits vor. Sie beinhalte Abstandsauflagen und Vorschriften für Luftfilter in Intensivtierhaltungen. Die Richtlinie sei jedoch bisher nicht in Kraft gesetzt worden. Dies müssten Ministerin Aigner und die Bundesländer umgehend nachholen. Antibiotikaresistente Keime dürften nicht weiter über die Stallabluft in Gärten und Lebensmittel gelangen.&nbsp;<br /><br />Tilman Uhlenhaut, Agrarreferent BUND Niedersachsen: &quot;Über die Hälfte des Geflügels in Deutschland steht in niedersächsischen Ställen. Aufgrund der hohen Stalldichte besteht in unserem Bundesland sofortiger Handlungsbedarf. Wie sich erneut zeigt, protestieren die Anwohner zu Recht gegen Massentierhaltungs-Anlagen vor ihrer Haustür. Wir rufen die niedersächsische Landesregierung auf, die Bevölkerung umgehend vor den Gefahren zu schützen.&quot;&nbsp;<br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/lebensmittelpolitik/antibiotika_skandal/ _self>Unterschreiben Sie unsere Online-Aktion an Lidl, Edeka und Rewe!</link></li><li><link 14881 _self>BUND-Hintergrund zu antibiotikaresistenten Keimen</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Reinhild Benning/BUND-Agrarexpertin, Tel.: (0 30) 275 86 -481&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 275 86 -425 / -464,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li><li>In Niedersachen: Tilman Uhlenhaut, BUND-Agrarreferent, Mobil: (0 15 77) 449 91 20&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:28:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4777 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>CDU/CSU und FDP müssen erneuerbare Energien weiter per Gesetz fördern. Deckelung oder Abkehr von der Förderung wäre klimapolitisch kontraproduktiv</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/cducsu-und-fdp-muessen-erneuerbare-energien-weiter-per-gesetz-foerdern-deckelung-oder-abkehr-von-d/</link>
			<description>Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundestagsfraktionen von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP aufgefordert, sich klar zum Fortbestand des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in seiner jetzigen Form zu bekennen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger bezeichnete gegenteilige Erklärungen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler als &quot;inakzeptable klimapolitische Geisterfahrt&quot;. &quot;Rösler torpediert das deutsche Klimaschutzziel, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent zu verringern. Das einzige Gesetz, das die Energiewende und den Klimaschutz derzeit voranbringt, ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Forderung von Rösler und anderen nach Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bedeutet die komplette Abkehr vom erfolgreichen Weg in eine zukunftsfähige Stromerzeugung. CDU/CSU und FDP sollten stattdessen endlich Vorschläge auf den Tisch legen, wie die Energiewende und der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden kann&quot;, sagte Weiger.<br /><br />Der BUND sieht in der garantierten Einspeisevergütung für regenerativ erzeugten Strom das wichtigste Instrument dafür, dass die Energiewende von vielen Investoren, zu denen inzwischen auch Bürgerwindparks und Energiegenossenschaften gehörten, vorangetrieben werde könne. &quot;Die gesicherte Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen sorgt für die erforderliche Dynamik beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Und dieses Instrument funktioniert nur, wenn die Förderung nicht beschränkt wird. Deshalb darf es auch keine Deckelung der EEG-Umlage geben&quot;, sagte Weiger.<br /><br />Wer nicht wolle, dass die Verbraucher durch die EEG-Umlage zu stark belastet würden, der müsse die derzeit geltenden Ausnahmeregelungen für energieintensive Betriebe abschaffen und die Kosten für den regenerativ erzeugten Strom gerechter verteilen, sagte der BUND-Vorsitzende. Für 2012 prognostizierten die Übertragungsnetzbetreiber eine EEG-Umlage in Höhe von knapp 3,6 Euro-Cent je Kilowattstunde Strom. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums würden sie lediglich bei 2,6 Cent liegen, wenn die derzeit geltenden Ausnahmeregeln abgeschafft würden.<br /><br />Weiger hält es ebenfalls für erforderlich, das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelmäßig auf seine Wirkungen hin zu überprüfen. Die Förderung von Biogas-Anlagen beispielsweise müsse auf kleine und effiziente Anlagen, die vorrangig Reststoffe anstatt Mais nutzen, beschränkt werden. Richtig sei es auch, nach dem Ausbauboom im vergangenen Jahr die Höhe der Förderung für Photovoltaik-Anlagen auf den Prüfstand zu stellen. Sinnvolle Aussagen dazu seien derzeit jedoch noch nicht möglich, da das novellierte EEG erst Anfang 2012 in Kraft getreten sei.<br /><br />Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), Greenpeace, der WWF, der BUND, der Nabu, die Deutsche Umwelthilfe und der Bund der Energieverbraucher haben Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und FDP-Chef Philipp Rösler in einem Brief eindringlich vor einer Änderung des Regierungskurses bei der Energiewende und einer Abschaffung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes gewarnt.<br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li>&nbsp;<link http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/klima_und_energie/20120124_energie-verbaendebrief_eeg_merkel.pdf _blank download_extern>Der Verbändebrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel</link></li></ul>
<h2>&nbsp;Pressekontakt</h2>
<ul><li>Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. (030) 275 86 -421&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (030) 275 86 -425 / -489,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:28:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4776 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Demonstration &quot;Wir haben es satt!&quot; – 23.000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/demonstration-wir-haben-es-satt-23000-verlangen-von-merkel-neuausrichtung-der-agrarpolitik/</link>
			<description>Verbraucherinnen und Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützerinnen und Tierschützer,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: italic;">Verbraucherinnen und Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützerinnen und Tierschützer, Imkerinnen und Imker, entwicklungspolitische Gruppen, Bäuerinnen und Bauern fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie. Bundesregierung soll Zukunft der Landwirtschaft sichern</p>
Berlin: 23.000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft demonstriert. Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer, Imker, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto &quot;Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie&quot; zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik vor allem Unterstützer und Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, anstatt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden, verlangten sie. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-,&nbsp; Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen.<br /><br />Die Nigerianerin Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, dem internationalen Dachverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sagte: &quot;Die Politik hat die schrankenlosen Spekulationen auf Lebensmittel erst ermöglicht und ist gleichzeitig für den Landraub für Futtermittel und Agrosprit in den Ländern des Südens verantwortlich. Beides treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von der Überproduktion und von Fleischexporten.&quot;<br /><br />Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: &quot;Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden - dies ist&nbsp; vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, dass endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft.&quot;<br /><br />Der Bauer Moritz Schäfer von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: &quot;Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt. Die BASF musste ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Das ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag geschafft hatte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das obwohl die agrarindustriellen Strukturen Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben verschärfen. Die EU-Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen. Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.&quot;<br /><br />Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:<br />&quot;Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher. Daher braucht es den Schulterschluss der gesellschaftlichen Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik-Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen artgerechten Landwirtschaft.&quot;
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Jochen Fritz, Kampagne &quot;Meine Landwirtschaft&quot;, Mobil: (01 71) 822 97 19,&nbsp;<link fritz@meine-landwirtschaft.de - mail "Opens window for sending email">fritz@meine-landwirtschaft.de</link></li><li>Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: Mobil: (01 75) 726 37 79,&nbsp;<link reinhild.benning@bund.net - mail "Opens window for sending email">reinhild.benning@bund.net</link></li><li>Yves Venedey, Campact e.V. - Pressesprecher, Mobil: (0 15 12) 684 68 93,&nbsp;<link venedey@campact.de - mail "Opens window for sending email">venedey@campact.de</link></li></ul>
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link 5533>zur Lebensmittelpolitik</link></li><li><link 14938>zur Bildergalerie</link></li><li><link http://www.bund-naturschutz.de/wir-haben-es-satt-demo-2012.html _blank>Rede des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger auf den Seiten des BUND Naturschutz</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 13:30:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4775 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title> NABU, BUND und DNR fordern von Bauernverband den Stopp seiner irreführenden &quot;Stoppt Landfraß&quot;-Kampagne.  Umweltverbände: Verkehrs- und Siedlungsbau statt Naturschutz bekämpfen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/nabu-bund-und-dnr-fordern-von-bauernverband-den-stopp-seiner-irrefuehrenden-stoppt-landfrass-kam/</link>
			<description>Berlin: Zu Beginn der Internationalen Grünen Woche haben der Bund für Umwelt und Naturschutz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: italic;">Pressemitteilung von NABU, BUND und DNR vom 20.1.2012</p>
Berlin: Zu Beginn der Internationalen Grünen Woche haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund (NABU) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) den Deutschen Bauernverband aufgerufen, sich für ein Ende des besorgniserregenden Landschaftsverbrauchs durch den Verkehrs-, Industrie- und Siedlungsbau einzusetzen. Zwar werbe der Bauernverband unter dem Motto &quot;Stoppt Landfraß&quot; für eine Reduzierung des Verlusts von wertvollen Böden. Allerdings stehe dahinter weniger das Anliegen, flächenfressende Baumaßnahmen zu reduzieren, sondern vielmehr Ausgleichsmaßnahmen für die Natur zu stoppen.
&quot;Statt mit billiger Propaganda und falschen Zahlen die Kluft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu verstärken, muss der Bauernverband endlich mit den Umweltschutzverbänden zusammenarbeiten, um den für alle schädlichen Flächenverbrauch zu stoppen. Dabei sind Mythen über die angebliche Einschränkung der Landwirtschaft durch zu viel Naturschutz fehl am Platz. Die wahren Probleme im Siedlungs- und Verkehrswegebau müssen gemeinsam benannt und energisch angegangen werden&quot;, fordert NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Im Rahmen seiner Kampagne &quot;Stoppt Landfraß&quot; verweise der Bauernverband immer wieder auf den angeblich erheblichen Flächenverlust für die Landwirtschaft durch Ausgleichsmaßnahmen, die bei Baumaßnahmen nötig werden. Tatsächlich gehen jeden Tag rund 90 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland durch Gewerbe-, Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen verloren, das sind rund 31.000 Hektar im Jahr. Für Ausgleichsmaßnahmen wird jedoch nur ein geringer Teil landwirtschaftlicher Nutzflächen herangezogen, sondern deutlich mehr landwirtschaftlich ohnehin nicht genutzte oder nicht nutzbare Flächen. Ein Teil der Ausgleichsflächen könne zudem auch weiterhin bewirtschaftet werden, betonen die Umweltverbände.
Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): &quot;Es ist zynisch und verlogen, wenn der Bauernverband Ausgleichsflächen für den Naturschutz als Landfraß, Flächenverbrauch oder Flächenfraß bezeichnet. Ausgleichsflächen sind im Gegensatz zu asphaltierten oder bebauten Flächen Lebensräume für viele Arten, sie erhöhen die Grundwasserqualität und die Bodenfruchtbarkeit. Damit haben Ausgleichsflächen nicht nur für die Natur, sondern auch für die Landwirtschaft und die Menschen positive Auswirkungen. Wir rufen den Bauernverband auf, seine Landfraß-Kampagne umgehend zu stoppen und die wahren Verursacher des Flächenverbrauchs, nämlich den Straßen- und Siedlungsbau zu bekämpfen.&quot;
Der Bauernverband setze sich politisch dafür ein, dass Ausgleichsmaßnahmen durch Geldzahlungen und sogenannte &quot;produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen&quot; – wie Blühstreifen in bestehenden Äckern – ersetzt werden. Aus Sicht der Umweltverbände würde dies jedoch eine Schwächung des Naturschutzrechts bedeuten und den weiteren Flächenverbrauch nochmals erleichtern.
DNR-Vizepräsident Hartmut Vogtmann: &quot;Der Bauernverband muss endlich gemeinsam mit Naturschützern den Flächenverbrauch durch Verkehr und Baumaßnahmen stoppen, seinen Widerstand gegen eine europäische Bodenrahmenrichtlinie aufgeben und für den Erhalt von Grünland und eine artenreiche Kulturlandschaft eintreten.&quot;
Die Umweltverbände fordern: Statt Naturschutzflächen zum Sündenbock zu machen, brauchen wir ein stärkeres Engagement der Bauernschaft für den Naturschutz. Zahlreiche Bauern sind seit langem Partner des Naturschutzes, bei der Landschaftspflege, der extensiven Bodennutzung und bei der Regionalvermarktung. Es muss Schluss sein mit den Schuldzuweisungen und endlich ein konstruktives Miteinander geben.&quot;
<link http://www.nabu.de/downloads/NABU_Hintergrundpapier_Flaechenfrass.pdf _blank download_extern http://www.nabu.de/downloads/NABU_Hintergrundpapier_Flaechenfrass.pdf>Hintergrundpapier &quot;Fünf Mythen über den Flächenfraß&quot; als PDF herunterladen</link><br /><br /><media 19367 _blank download_extern "BUND-Hintergrundpapier herunterladen">BUND-Hintergrundpapier zur Kampagne des Bauernverbands als PDF herunterladen</media>
<h2>Pressekontakt</h2>
BUND: Dr. Heidrun Heidecke, Naturschutzreferentin, Tel. (01 73) 606 26 66,&nbsp;<link heidrun.heidecke@bund.net - mail "Opens window for sending email">heidrun.heidecke@bund.net</link>&nbsp;oder Almut Gaude, Pressereferentin, Tel. (0 30) 2 75 86-464,&nbsp;<link almut.gaude@bund.net - mail "Opens window for sending email">almut.gaude@bund.net</link>
NABU: Fachreferent Magnus Wessel, Tel. (0 30) 28 49 84 16 18,&nbsp;<link magnus.wessel@nabu.de - mail "Opens window for sending email">magnus.wessel@nabu.de</link>
DNR: Generalsekretär Dr. Helmut Röscheisen, Tel. (01 60) 9 72 09-108&nbsp;]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:46:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4774 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Bauernhöfe statt Agrarindustrie. Agrar-Bündnis macht notwendigen Wandel deutlich</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bauernhoefe-statt-agrarindustrie-agrar-buendnis-macht-notwendigen-wandel-deutlich/</link>
			<description>Berlin: Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat ein Bündnis von 24 Verbänden aus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat ein Bündnis von 24 Verbänden aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Tierschutz und Ent­wicklungsarbeit den &quot;Kritischen Agrarbericht 2012&quot; vorgestellt. Kernpunkt der Publikation: Die industrielle Tierhaltung ist keine Perspektive für Mensch und Tier.<br /><br />Heidrun Betz vom Deutschen Tierschutzbund und Vorstandsmitglied des AgrarBündnisses machte die Probleme der industrialisierten Tierhaltung deutlich: 97% aller Puten und bis zu 96% aller Masthühner werden mit Antibiotika behandelt. Bei einer Stichprobe des BUND wurden auf jeder zweiten Geflügel­-Probe antibiotikaresistente Keime gefunden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat festgestellt, dass die Verwendung von Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung die Verbreitung resistenter Keime fördert. Tierschutz und Verbraucherschutz hängen eng zusammen. Rund 88% aller Puten leben in Betrieben mit mehr als 10.000 Tieren. 72% der Masthühner werden in Betrieben mit 50.000 und mehr Tieren, die übrigen in Beständen ab 10.000 Tieren gehalten. Unter diesen Bedingungen ist es undenkbar, einzelne Tiere gezielt gegen Krankheiten zu behandeln. Hochleistungszucht und nicht artgerechte Haltungsbedingungen machen die Tiere jedoch anfällig und führen zu Verletzungen, Krankheiten und Stress. Mastgeflügel in hohen Besatzdichten auf engstem Raum zu halten, ist ohne hohen und prophylaktischen Medikamenteneinsatz nicht möglich. Die vielfach als besonders hygienisch gelobte Intensivtierhaltung ist nicht zukunftsfähig. Appelle an die Verbraucher, sich die Hände zu waschen, reichen nicht aus. Erforderlich ist ein grundlegender Systemwechsel zu kleineren Beständen, geringerer Besatzdichte und einer tiergerechten Ausgestaltung der Haltungssysteme. Wenn die Politik den Mut nicht aufbringt, die Weichen umzustellen, riskiert sie weiteres Tierleid und gleichzeitig erhebliche Gesundheitsgefahren für die Menschen.<br /><br />Zur anstehenden Reform der EU-Agrarpolitik kündigte Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), an: &quot;Der gesellschaftliche Druck für eine echte ökologische und soziale Reform der EU-Agrarpolitik wächst weiter und wir tun alles, damit das so ist. Der breiten Gesellschaft ist längst klar, dass die agrarpolitischen Rahmenbedingungen geändert werden müssen. Bei der EU-Kommission haben wir erreicht, dass sie in ihren Vorschlägen zur Reform einige erste von uns geforderte Weichenstellungen aufgegriffen hat. Aber damit Bundesregierung und auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments diese Vorschläge weiter verbessern, statt sie zu verwässern, muss der öffentliche Druck steigen. Nur das hilft, damit die Politik sich von den doch sehr eigensüchtigen Interessen der Industrie abnabelt.&quot;<br /><br />Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND sieht die Politik auch in globaler Verantwortung: &quot;Wir haben kommenden Generationen gegenüber die Pflicht, Landwirtschaft so zu gestalten, dass unsere lebensnotwendigen Ökosysteme, die Fruchtbarkeit unserer Böden und unsere Wälder intakt bleiben. Hier und überall in der Welt. Solange aber die Agrarindustrie das Sagen hat, solange wird es Maiswüsten, Soja-Monokulturen und Palmölplantagen geben, auch wenn damit der Lebensmittelanbau in Hungerländern verdrängt wird. Solange die industrielle Losung herrscht 'Mehr Dünger, Pestizide und Gentechnik für mehr Ertrag je Hektar' solange bleibt die Landwirtschaft einerseits abhängig vom Erdöl und andererseits ausgerichtet auf die Zahlungskräftigen, die sich Fleisch und Agrosprit leisten können. Und damit leistet sie keinen Beitrag für die Bekämpfung des Hungers.&quot;&nbsp;<br /><br />Weiger ging auch auf den Beitrag der Landwirtschaft für die Energiepolitik ein: &quot;Wir werden es nicht zulassen, dass die voranschreitende Energiewende gegen die überfällige Agrarwende ausgespielt wird. Klar ist, dass die Fleischproduktion in Deutschland sinken muss zugunsten einer Qualitätserzeugung zu auskömmlichen Preisen für die Bauern. Es gilt die Flächenkonkurrenz zwischen Teller, Trog und Tank zurückzufahren. Wir brauchen dezentrale Bioenergiestrukturen, basierend auf bäuerlichen Betrieben mit Flächenbindung, statt auf Megabiogasanlagen in Konzernhand. Die Brüsseler Agrarreform muss neue, verbindliche Umweltregeln bringen, damit dem Verlust von Wiesen und Weiden durch Maiswüsten und Monokulturen generell ein Riegel vorgeschoben wird.&quot;<br /><br />Der kritische Agrarbericht dokumentiert die aktuelle Debatte zur Landwirtschaft und zeigt Alternativen auf. Gleichzeitig hat er in jedem Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Das diesjährige Thema &quot;Zusammen arbeiten&quot; macht deutlich, dass beim Streben nach Nachhaltigkeit Ökonomie und Ökologie großen Raum einnehmen, soziale Fragen aber bisher viel zu wenig Beachtung finden. Nicht nur Markt und Gesetze regeln das Miteinander. Der Kritische Agrarbericht zeigt daher auf, dass es Kooperationsformen innerhalb der Landwirtschaft und zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Banken, Naturschutz, Verbrauchern und anderen Gruppen gibt, die wegweisend sind.<br /><br />Das AgrarBündnis selbst ist ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit der Ausgabe 2012 feiert &quot;Der Kritische Agrarbericht&quot; sein 20. Jubiläum. Geschäftsführer Frieder Thomas freute sich jedoch viel mehr über etwas anderes: &quot;Dass wir kontinuierlich Informationen für eine kritische Agrardebatte liefern, ist gut. Erfreulich ist es aber auch, dass wir es geschafft haben, im letzten Jahr mehr als 20.000 Menschen zur Grünen Woche auf die Straße zu holen. Das zeigt, dass breite Schichten der Gesellschaft hinter uns stehen. Und wenn sich nichts ändert, werden wir auch in Zukunft nicht nur informieren, sondern auch demonstrieren.&quot; Damit wies er auf die große Demonstration hin, die unter dem Motto&nbsp;<link 14396>&quot;Wir haben es statt – Bauernhöfe statt Agrarindustrie&quot; am 21. Januar in Berlin</link>&nbsp;stattfindet.
<span style="font-weight: bold;">Kontakt</span>
<ul><li>Pressekontakt: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. (0 30) 2 75 86-481/-425</li></ul>
<ul><li>Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Tel. (01 71) 36 27 7 11;</li></ul>
<ul><li>Dr. Heidrun Betz, Deutscher Tierschutzbund, Tel. (01 77) 6 23 40 03</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:35:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4772 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Umweltverbände fordern Einschlagstopp für alte Buchenwälder. Forstwirtschaft zerstört Deutschlands Waldnaturerbe</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/umweltverbaende-fordern-einschlagstopp-fuer-alte-buchenwaelder-forstwirtschaft-zerstoert-deutschlan/</link>
			<description>Berlin: Zum Start der &quot;Grünen Woche&quot; fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Zum Start der &quot;Grünen Woche&quot; fordern der BUND, NABU, das Forum Umwelt und Entwicklung und Greenpeace einen sofortigen Einschlagstopp für alte Laubwälder in öffentlichem Besitz. Zehn Prozent des öffentlichen Waldes sollen auf zusammenhängenden Flächen aus der forstlichen Nutzung genommen und rechtlich verbindlich als &quot;Urwälder von morgen&quot; ausgewiesen werden. Nur so kann die von der Bundesregierung im Jahr 2007 beschlossene &quot;Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt&quot;&nbsp;umgesetzt werden. Weniger als ein Prozent Wald steht in Deutschland derzeit unter verbindlichem Schutz vor der Säge. Zum Vergleich: In Brasilien sind 30 Prozent des Amazonas Urwaldes gesetzlich geschützt.<br /><br />&quot;In Deutschland beobachten wir, dass in den letzten zehn Jahren zunehmend wertvolle Altbestände eingeschlagen werden, obwohl ihr ökologischer Wert längst bekannt ist. Die Sonntagsreden der Landesforstminister zur Verantwortung der Forstwirtschaft für die Gesellschaft sind wenig glaubwürdig, wenn sie diese &quot;Urwälder von morgen&quot; je nach Haushaltslage den kurzfristigen Profitinteressen der staatlichen Forstbetriebe opfern. Wir befürchten, dass sich die Situation in Zukunft noch verschärft, wenn nicht schleunigst dagegen gesteuert wird&quot;, kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Bei der Umsetzung der vor fünf Jahren beschlossenen &quot;Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt&quot; versuchen einige Bundesländer zu tricksen: Anstatt zusammenhängende Buchenwälder rechtlich verbindlich zu schützen, summieren die Länder kleinste Flächen auf. So umgehen sie die zusätzliche Ausweisung von Schutzgebieten. Dabei ist gerade der Schutz zusammenhängender Waldgebiete wichtig für die Biodiversität.<br /><br />&quot;Alte Buchenwälder sind unsere Amazonas-Regenwälder. Bisher hat die Bundes­regierung jedoch nichts getan, um das schleichende Verschwinden dieser ökologisch wertvollen Waldgebiete zu verhindern&quot;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace. &quot;Gerade die selten gewordenen Laubwälder sind für den Schutz des Naturerbes und für das Klima von entscheidender Bedeutung.&quot; Mit der Anerkennung alter Buchenwälder als Weltnaturerbe zeigt die UNESCO, wie wertvoll und schützenswert sie sind - allerdings auf viel zu kleiner Fläche.<br /><br />&quot;Wir fordern Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Bundesforstministerin Ilse Aigner und die Ministerpräsidenten der Länder auf, die teilweise mehr als 140 Jahre alten Buchen- und Laubwaldgebiete so lange vor Sägen und Erntemaschinen zu schützen, bis zehn Prozent des öffentlichen Waldes rechtlich verbindlich aus der forstlichen Nutzung herausgenommen worden sind&quot;, sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. &quot;Die Bundesregierung muss Wälder, die sich für die Ausweisung als Schutzgebiete besonders gut eignen, ebenso erfassen wie die bereits geschützten Waldgebiete&quot;, so Weiger.<br /><br />Alte Laubwälder beheimaten zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sind wichtig für die Speicherung von Kohlenstoff. Dies gilt besonders für geschützte und forstwirtschaftlich ungenutzte Buchenwälder. &quot;Wir brauchen diese Wälder zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zur dynamischen Anpassung an den Klimawandel, zum Beobachten und Lernen sowie zur Erholung und zum Wiederentdecken von Wildnis. Diese Gebiete sind viel wertvoller als kurzfristige Einnahmen aus dem Holz- und Brennholzverkauf&quot;, sagt Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Mehr Informationen<br /></span>
<ul><li><media 16798 - download_extern "BUND-Position "Lenbendige Wälder">BUND-Position &quot;Lenbendige Wälder&quot; jetzt herunterladen</media></li><li><link 6215 - - "Fünf-Punkte-Plan für den Wald der Zukunft">Fünf-Punkte-Plan für den Wald der Zukunft</link></li><li><link 2130 - - "Naturerbe Buchenwald">Naturerbe Buchenwald</link></li></ul>
<span style="font-weight: bold;">Kontakt</span>
<ul><li>Heidrun Heidecke, BUND, Tel. (01 73) 6 06 26 66</li><li>Jörg-Andreas Krüger, NABU, Tel. (0 30) 28 49 84 16 00</li><li>Laszlo Maraz, Forum Umwelt und Entwicklung, Tel. (0 30) 6 78 17 75 89</li><li>Martin Kaiser, Greenpeace, Tel. (01 71) 8 78 08 17</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:35:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4769 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Wir haben es satt!&quot;-Demonstration fordert: EU-Agrarreform als Chance zum Systemwechsel nutzen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/wir-haben-es-satt-demonstration-fordert-eu-agrarreform-als-chance-zum-systemwechsel-nutzen/</link>
			<description>Reinhild Benning vom BUND sagt: &quot;Verbraucherschutzministerin Aigner
muss endlich Schluss machen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Rahmen der Kampagne &quot;Meine Landwirtschaft&quot; rufen über neunzig Organisationen dazu auf, am 21. Januar für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. Ihr Motto: &quot;Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie&quot;. Die Umwelt-, Bauern-, Verbraucher- und Tierschutzorganisationen vermelden aktuell achzig Busse, die zum Beginn der Grünen Woche mit Demonstrantinnen und Demonstranten aus ganz Deutschland nach Berlin rollen.<br />&nbsp;<br />Der letzte Antibiotika-Skandal, zunehmende Hungerkatastrophen wegen nicht eingedämmter Spekulationen mit Lebensmitteln und alarmierendes Artensterben aufgrund der zunehmenden Monokulturen auf den Feldern zeigen<br />deutlich die Risiken der industriellen Lebensmittelproduktion für Mensch, Tier und Umwelt auf. Nur eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft ist zukunftsfähig, ein Richtungswechsel der Agrarpolitik mehr als überfällig. Nur ein Systemwechsel in der Landwirtschaft kann Verbraucherschutz gewährleisten und die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Hunger­bekämpfung und des Artenrückgangs lösen.<br />&nbsp;<br />Die bevorstehende Reform der EU-Agrarpolitik bietet einmal mehr die Chance, diesen Systemwechsel einzuleiten. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerin Ilse Aigner machen sich mit ihrer Blockadepolitik zum Handlanger der Agrarindustrie, kritisierten die Organisatoren der Demonstration.<br />&nbsp;<br />&quot;Der Antibiotika-Skandal ist nur der Gipfel des Eisbergs. Er zeigt uns, nach der Dioxin-Krise 2011, dass die industrialisierte Landwirtschaft Risiken für Mensch, Tier, Umwelt und Klima birgt&quot;, so Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund.<br />&nbsp;<br />&quot;Bis zu sechs Antibiotika-Gaben während der kurzen, nur 35-tägigen Mast eines Hühnchens zeigen, dass das System Massentierhaltung nicht funktioniert. Ein Hühnchen auf der Fläche eines Papiertaschentuches zu mästen, muss ein Ende haben. Das 21. Jahrhundert braucht eine zukunftsfähige Tierhaltung, die auch ethisch zu vertreten ist&quot;, fordert Rupert Ebner, Tierarzt und Vorstand von Slowfood Deutschland.<br />&nbsp;<br />Reinhild Benning vom BUND sagt: &quot;Verbraucherschutzministerin Aigner<br />muss endlich Schluss machen mit der Politik der leeren Versprechungen. Es ist jetzt notwendig, die Risiken der Agrarindustrie an der Wurzel zu packen. Wir brauchen ein klares Reduktionsziel für Antibiotika in der Tierhaltung – wie in den Niederlanden. Wir benötigen bundesweit Transparenz beim Einsatz von Medikamenten, um Missbrauch endlich vorzubeugen – was in Dänemark bereits der Fall ist. Mit ihrem letzten Gesetzentwurf kommt Aigner ihrer Verantwortung nicht nach. Ohne einen Richtungswechsel in der Agrarpolitik werden die Risiken der Massentierhaltung noch zunehmen.&quot;<br />&nbsp;<br />Martin Morisse vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) mahnt: Öffentliche Gelder müssen für Leistungen an die Gesellschaft gezahlt werden und nicht der Agrarindustrie die Taschen füllen. Diese Chance muss die Bundesregierung nutzen und nicht weiter jegliche Reform der EU-Agrarpolitik blockieren.&quot;<br />&nbsp;<br />Stig Tanzmann vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) erklärt: &quot;Ob die Bundesregierung glaubwürdig den Hunger in der Welt verringern will, werden wir daran messen, ob Aigner die angekündigte Proteinstrategie umsetzt und heimische Eiweißfuttermittel mit politischen Mitteln etabliert. Solange für Massentierhaltung hierzulande rund sechs Millionen Tonnen Soja aus Ländern des Südens importiert werden und Dumping-Exporte aus Deutschland nach Afrika gelangen, bedient die Bundesregierung einseitig die Agrarindustrie.&quot;<br />&nbsp;<br />&quot;Nur eine demokratischere und bäuerliche Landwirtschaftspolitik wird diesen Zielen gerecht. Deswegen fordern wir alle auf, am 21. Januar 2012 mit uns auf die Straße zu gehen&quot;, motiviert Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf zum Mitmachen. &quot;Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel, um die wissenschaftlich erarbeiteten Forderungen des Weltagrarberichtes umzusetzen. Für eine bäuerliche Zukunft! Für Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Auf nach Berlin!&quot;, so Graefe zu Baringdorf weiter.
Die Kampagne &quot;Meine Landwirtschaft&quot; ist eine von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit getragene Initiative, die sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik engagiert. Ziel ist es mit der EU-Agrarreform 2013 einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen, sozialen und bäuerlichen Landwirtschaft einzuleiten. Zum Auftakt der Kampagne im Jahr 2011, der ersten &quot;Wir haben es satt!&quot;- Demonstration, kamen 22 000 TeilnehmerInnen.<br />&nbsp;<br /><span style="font-weight: bold;">Kontakt</span>
<ul><li><link reinhild.benning@bund.net - mail "Opens window for sending email">Reinhild Benning</link>, Agrarexpertin des BUND, Tel. (01 75) 7 26 37 79</li><li><link ruediger.rosenthal@bund.net - mail "Opens window for sending email">Rüdiger Rosenthal</link>, Pressesprecher des BUND, Tel. (0 30) 2 75 86 -425 / -489</li><li><link fritz@meine-landwirtschaft.de - mail "Opens window for sending email">Jochen Fritz</link>, Leitung Demonstrationsbüro, Tel. (01 71) 8 22 97 19<br /><br /></li></ul>
<ul></ul>
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li>Unter&nbsp;<link 14860>www.bund.net/das-haben-wir-satt</link>&nbsp;können Verbraucherinnen und Verbraucher Handelsketten dazu aufrufen, belastetes Fleisch aus den Regalen zu nehmen</li><li>Die BUND-Analyse zu antibiotikaresistenten Keimen in Hähnchenfleisch finden Sie als pdf zum Download unter:&nbsp;<link 14881>www.bund.net/antibiotika-resistenzen</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:03:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4768 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Biosprit&quot; ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/biosprit-ist-keine-loesung-fuer-klimaschaedliches-fliegen-und-verschaerft-lebensmittelknappheit/</link>
			<description>Berlin: Der BUND und sein internationales Netzwerk Friends of the Earth (Freunde der Erde) haben...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sein internationales Netzwerk Friends of the Earth (Freunde der Erde) haben die Fluggesellschaften aufgefordert, sogenanntes &quot;Biokerosin&quot; künftig nicht mehr in Flugzeugen einzusetzen. Bei den Testreihen, die Lufthansa jetzt mit einem Flug von Frankfurt nach Washington abschließe, seien bereits große Mengen potentieller Nahrungsmittel durch die Düsentriebwerke der Airbusse gejagt worden, sagte der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. &quot;In Afrika und anderswo hungern Millionen und die Fluggesellschaften hängen sich auf Kosten dieser Menschen ein grünes Mäntelchen um. Das dürfen wir nicht akzeptieren&quot;, sagte Hilgenberg.<br /><br />Lufthansa habe erklärt, den Einsatz von Biosprit ausbauen zu wollen, sobald genügend zertifizierte Rohstoffe zur Verfügung stünden. Auf der Suche nach Alternativen zum klimaschädlichen Flugbenzin liebäugelten auch Airlines wie KLM, Air France und British-Airways mit Agro-Kerosin, sagte Hilgenberg. Der BUND-Experte forderte stattdessen eine Reduzierung der Flugbewegungen und die drastische Verbesserung der Effizienz der Flugzeugtriebwerke.<br /><br />Die Pläne, im europäischen Luftfahrtsektor einen Teil des herkömmlichen Kerosins zu ersetzen, würden bis 2020 zu einem jährlichen Mehrbedarf von rund zwei Millionen Tonnen Agro-Sprit führen. Für dessen Produktion würde nach Untersuchungen von Friends of the Earth eine landwirtschaftliche Fläche von bis zu 3,5 Millionen Hektar benötigt. Dies entspräche einer Fläche von der Größe Belgiens.<br /><br />Geert Ritsema von Friends of the Earth Niederlande: &quot;Agro-Kerosin ist mitnichten die grüne Revolution der Luftfahrt. Die Flugindustrie strebt nach größerer Unabhängigkeit vom Öl und wird damit zum Konkurrenten in der weltweiten Lebensmittelproduktion. Bereits heute wird durch den Anbau von Jatropha in Indonesien und Mosambik die Nahrungsmittelproduktion verdrängt. Wenn der Anteil von Agro-Kerosin substantiell zunimmt, sind die Folgen für die Menschen im globalen Süden unvorhersehbar.&quot;<br /><br />Hinzu komme, dass der Einsatz von Agro-Kerosin in Flugzeugen keinesfalls klimaneutral sei, wie von Airlines und Flugzeugherstellern oft kolportiert. Neben Emissionen, die durch Anbau, Herstellung und Transport der Ausgangsstoffe für den Agro-Sprit entstünden, führe dessen Verbrennung in den höheren Schichten der Erdatmosphäre zur Emission von Stickstoffoxid, Wasserdampf und Feinstaub, die in der Summe ebenso schädlich seien wie das Klimagift Kohlendioxid.<br /><br />&quot;Die Lufthansa behauptet zwar, ihre Testreihe hätte zum Klimaschutz beigetragen. Dabei ignoriert sie aber einen Großteil der Emissionen und deren Wirkungen in der Atmosphäre&quot;, sagte Hilgenberg. &quot;Neben effizienteren Motoren, leichteren Flugzeugen und optimierten Flugplänen gibt es nur einen Weg zur Verringerung der Klimawirksamkeit des Flugverkehrs: Die generelle Reduzierung der Flüge. Dafür gibt es beispielsweise auf innereuropäischen Strecken die umweltfreundliche Alternative der Bahn&quot;, so der BUND-Experte.
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link 1789 _self>BUND-Hintergrundseite zum Luftverkehr</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Tel. (0 30) 2 75 86 -467&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86 -425 / -489,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net<br /></link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 10:37:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4767 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundesagrarministerin Aigner muss Ursachen des Antibiotika-Missbrauchs bekämpfen und Subventionen für industrielle Tierhaltung stoppen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bundesagrarministerin-aigner-muss-ursachen-des-antibiotika-missbrauchs-bekaempfen-und-subventionen-f/</link>
			<description>Berlin: Nach Ansicht des BUND reichen die vom Bundesagrarministerium geplanten Änderungen des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) reichen die vom Bundesagrarministerium geplanten Änderungen des Arzneimittelgesetzes bei Weitem nicht aus, um den massiven Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung und damit die Gefahr für Resistenzen gegen Antibiotika zu reduzieren. Es sei zwar höchste Zeit, endlich auf Bundesebene Daten zur Antibiotika-Abgabe durch Tierärzte zu erheben. Es fehle jedoch ein wirksames Verbot von Humanantibiotika in der Tierhaltung, ein klares Reduktionsziel für Antibiotika und die Verpflichtung für Tierärzte, vor Verordnung eines Antibiotikums immer einen Test des Krankheitserregers durchzuführen. Das Ministerium versäume es zudem, die Anreize für Tierärzte zu beseitigen, am Verkauf möglichst vieler Antibiotika und an Mengenrabatten verdienen zu wollen. Zudem enthielten die Ministeriums-Vorschläge zu viele Schlupflöcher und seien weit entfernt von einer zentralen und transparenten Erfassung des Antibiotika-Einsatzes, wie sie zum Beispiel in Dänemark üblich sei. <br /><br />Entscheidend für einen Erfolg sei zudem, die Ursachen des Problems zu bekämpfen, die in inakzeptablen Haltungsbedingungen in der industriellen Fleischerzeugung lägen. Die Ministerin müsse endlich die Standards für die Tierhaltung deutlich verbessern und die Subventionen der industriellen Landwirtschaft abbauen. Damit würden die Missstände in der Agrarindustrie wirksam bekämpft und dem Schutz von Umwelt und Verbrauchern wäre längerfristig gedient. <br /><br />&quot;Die Zeit vager Absichterklärungen und bloßer Symptombekämpfung ist vorbei. Der Gesetzentwurf von Agrarministerin Aigner hat viel zu viele Schlupflöcher. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und die Verbraucher umfassend vor Lebensmitteln schützen, die mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Ministerin Aigner muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist, der Gesundheitsschutz der Bevölkerung oder die Interessen der Pharmaindustrie und der Agrarlobby&quot;, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.<br /><br />Die Bundesregierung müsse den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung mit staatlichen Vorgaben reduzieren. Der BUND forderte einen verbindlichen Plan zur Halbierung des Antibiotika-Einsatzes bis 2015. Bei einer Großdemonstration am 21. Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin werde der BUND gemeinsam mit anderen Organisationen unter dem Motto &quot;Wir haben es satt - Bauernhöfe statt Agrarindustrie!&quot; für umfassende Reformen in der Agrarpolitik auf die Straße gehen. <br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li>Eine BUND-Analyse zu antibiotikaresistenten Keimen in Hähnchenfleisch finden Sie zum Download unter: <link http://www.bund.net/antibiotika-resistenzen _self>www.bund.net/antibiotika-resistenzen</link></li><li>Unter <link http://www.bund.net/das-haben-wir-satt _self>www.bund.net/das-haben-wir-satt</link> können Verbraucherinnen und Verbraucher Handelsketten dazu aufrufen, belastetes Fleisch aus den Regalen zu nehmen</li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. (0 30) 2 75 86 -481</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86 -425 / -489, <link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 12:25:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4761 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Hähnchenfleisch in Supermärkten mit antibiotikaresistenten Krankheitskeimen belastet. Handel muss Kunden vor Erregern schützen und Risiko-Produkte aus den Regalen verbannen. Bundesagrarministerin Aigner muss industrielle Tierhaltung zurückdrängen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/haehnchenfleisch-in-supermaerkten-mit-krankheitskeimen-belastet-handel-muss-kunden-vor-antibiotikar/</link>
			<description>Berlin: Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Auf zehn von 20 in Berlin, Hamburg, Köln, Nürnberg und in der Region um Stuttgart gekauften Fleischproben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ESBL-Keime gefunden, zwei Proben waren mit MRSA-Keimen belastet. Die Keime entstehen, weil in der industriellen Tierhaltung systematisch große Mengen Antibiotika eingesetzt werden. ESBL-produzierende Darmkeime (Extended Spectrum Beta-Lactamase) und MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) können bei anfälligen Menschen zu schweren Erkrankungen bis hin zu Todesfällen führen. Antibiotikaresistenzen sind deshalb so gefährlich, weil in der Humanmedizin verabreichte Antibiotika ohne Wirkung bleiben können.<br /><br />ESBL-belastet waren drei Proben des Hähnchenlieferanten &quot;Wiesenhof&quot;, gekauft bei Edeka in Berlin, Netto in Köln und Lidl in der Stuttgarter Region. Drei Proben des Lieferanten &quot;Sprehe&quot; wiesen ebenfalls ESBL-Keime auf, gekauft wurden sie bei Rewe in Köln bzw. bei Edeka in Nürnberg. Eine weitere Hähnchenfleischprobe von &quot;Sprehe&quot;, gekauft bei Rewe in Hamburg, enthielt MRSA-Keime. Vier Proben von &quot;Stolle&quot;, zwei davon gekauft bei Penny in Berlin und zwei bei Netto in Hamburg wiesen ESBL-Keime auf, eine der bei Netto in Hamburg gekauften Proben enthielt außerdem MRSA-Keime.<br /><br />Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: &quot;Jede zweite Hähnchenfleisch-Probe aus deutschen Supermärkten ist mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Das ist die erschreckende Folge des fortgesetzten Antibiotika-Missbrauchs. Dieser ist nicht nur dafür verantwortlich, dass wichtige Medikamente ihre lebensrettende Wirkung verlieren können. Das Ausmaß der Kontamination von Lebensmitteln mit Krankenhauskeimen ist ein deutliches Warnsignal vor den Kollateralschäden der industriellen Tierhaltung.&quot;<br /><br />Eine immer größere Zahl von Nutztieren auf zu wenig Platz zu halten, sei nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich. &quot;Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss handeln. Die industrielle Tierhaltung muss endlich zurückgedrängt werden&quot;, sagte Weiger. Subventionen für die industrielle Fleischerzeugung müssten abgeschafft und die Haltungsbedingungen für Nutztiere entscheidend verbessert werden.<br /><br />Weiger rief die Handelsketten und Supermärkte auf, mit Keimen belastetes Fleisch aus den Regalen zu verbannen. Von ihren Fleischlieferanten sollten sie verlangen, dass diese umgehend zu Tierhaltungsformen ohne Antibiotika-Missbrauch wechseln. Als Beispiele für umwelt- und tiergerechte Haltungsformen nannte Weiger die Fleischerzeugung in Betrieben der ökologischen Landwirtschaft und in Neulandbetrieben.<br /><br />Die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning forderte von Aigner, umfassende Daten über die Keim-Belastung von Lebensmitteln zu erheben und offenzulegen. &quot;Hähnchen, Hühner, Schweine und Kälber leiden millionenfach unter inakzeptablen Haltungsbedingungen und erkranken daran. Bekämen sie keine Antibiotika verabreicht, würden sie in vielen Fällen nicht bis zum Schlachten durchhalten. Selbst gesunde Tiere bekommen die Antibiotika, weil in der industriellen Tierhaltung in der Regel ganze Tierbestände damit behandelt werden&quot;, sagte Benning.<br /><br />Die Bundesregierung müsse dem Beispiel der Niederlande und Dänemarks folgen und verbindliche Pläne zur Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes aufstellen. Selbstverpflichtungen aus der Fleischwirtschaft könnten eine solche Maßnahme nicht ersetzen. Der BUND kündigte an, gemeinsam mit anderen Organisationen bei einer Großdemonstration am 21. Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin unter dem Motto &quot;Wir haben es satt – Bauernhöfe statt Agrarindustrie!&quot; für Reformen in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen.&nbsp;<br /><br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li>Unter&nbsp;<link http://www.bund.net/das-haben-wir-satt _self>www.bund.net/das-haben-wir-satt</link>&nbsp;können Verbraucherinnen und Verbraucher Handelsketten dazu aufrufen, belastetes Fleisch aus den Regalen zu nehmen</li><li>Die BUND-Analyse zu antibiotikaresistenten Keimen in Hähnchenfleisch finden Sie als pdf zum Download unter:&nbsp;<link http://www.bund.net/antibiotika-resistenzen _self>www.bund.net/antibiotika-resistenzen</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Mobil: (01 75) 7 26 37 79&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86 -425 /-489, Mobil: (01 71) 8 31 10 51,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 09:32:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4760 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Mehr als 50.000 Einsprüche gegen AKW-Bau in Polen. Verbände für Energiewende im Nachbarland </title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/mehr-als-50000-einsprueche-gegen-akw-bau-in-polen-verbaende-fuer-energiewende-im-nachbarland/</link>
			<description>Berlin: Mehr als 50.000 Bundesbürger haben bei den polnischen Behörden Stellungnahmen, Widersprüche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Mehr als 50.000 Bundesbürger haben bei den polnischen Behörden Stellungnahmen, Widersprüche und Einwendungen gegen einen Einstieg des Nachbarlandes in die Atomkraftnutzung eingereicht. Dies teilten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative &quot;Atomkraftfrei leben in der Uckermark&quot; (AFLUM) bei der Übergabe der Einwendungen an die polnische Botschaft in Berlin mit. Die Stellungnahmen und Einwendungen wurden über das Internet bzw. in schriftlicher Form von BUND, AFLUM, dem Naturschutzbund NABU und dem Umweltinstitut München gesammelt.&nbsp;<br /><br />Die polnische Regierung plant den Bau von mindestens einem Atomkraftwerk bis 2020. Wahrscheinlichster Standort dafür ist Zarnowiec, ein rund 250 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernter Ort an der Ostseeküste in der Nähe von Gdansk. Bürger und Behörden aus Deutschland hatten im Rahmen der von der EU vorgeschriebenen &quot;Strategischen Umweltprüfung&quot; bis heute Gelegenheit, bei den polnischen Behörden Stellungnahmen und Einsprüche zu diesen Plänen einzureichen. Die Kritik der meisten Einwender richte sich gegen das polnische Atom-Programm in seiner Gesamtheit und gegen die unzureichende Qualität des von den Behörden des Nachbarlandes durchgeführten Umweltprüfungsverfahrens, teilten die Verbände mit.&nbsp;<br /><br />&quot;Die mangelhafte Untersuchung von Alternativen zur Atomkraft und völlig unrealistische Katastrophenszenarien lassen die seitens der polnischen Behörden vorgenommene Umweltprüfung höchst fragwürdig erscheinen&quot;, sagte der BUND-Atomexperte Thorben Becker. Er bat die polnischen Behörden, die Einwendungen aus Deutschland genau zu analysieren und den Einstieg in die Atomkraftnutzung zu überdenken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich seien aufgefordert, bei ihren polnischen Amtskollegen gegen die Pläne zum Bau von Atomkraftwerken Stellung zu beziehen.<br /><br />&quot;Mit den voraussichtlich rund vier Milliarden Euro für ein neues Atomkraftwerk lassen sich die weitgehend ungenutzten Potentiale der Wind-, Wasser- und Solarenergie in unserem Nachbarland sehr gut erschließen&quot;, sagte Becker. &quot;Anstatt in eine Technologie von vorgestern zu investieren, wäre es geboten, das viele Geld in den Umbau der Energieversorgung zu stecken. Das würde auch der Sicherheit der Menschen in Mitteleuropa und dem Klimaschutz dienen&quot;, so Becker. Sämtliche Probleme der Atomkraft, vom Uranabbau über die Gefahren des Reaktorbetriebs bis zur ungeklärten Endlagerung stellten sich in Polen genauso wie in Deutschland und anderswo. Die enormen Gefahren der Atomenergienutzung habe erst vor einem Jahr der Fukushima-Gau erneut deutlich gemacht, sagte Becker.
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link 14873>Bildergalerie von der Unterschriftenübergabe an die polnische Botschaft</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. (0 30) 2 75 86 -421&nbsp;</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86 -425 / -489,&nbsp;<link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 12:05:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4759 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Umweltschutz-Bilanz 2011: Fukushima, &quot;halber&quot; Atomausstieg und die Untätigkeit einer Verbraucherschutzministerin. 2012 entscheidend für Agrarreform</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/umweltschutz-bilanz-2011-fukushima-halber-atomausstieg-und-die-untaetigkeit-einer-verbrauche/</link>
			<description>Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will sich im kommenden Jahr verstärkt bei...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will sich im kommenden Jahr verstärkt bei der Durchsetzung ökologischer Agrarreformen engagieren. &quot;2012 muss die Bundesregierung zeigen, dass sie die Lokomotive der EU-Agrarreform ist und nicht die Blockiererin. Natur und Umwelt, die Tiere und die Menschen müssen die Kollateralschäden der industrialisierten Landwirtschaft und Tierhaltung ausbaden. Umweltschutzauflagen müssen endlich entscheidende Kriterien bei der Vergabe von Agrarsubventionen werden&quot;, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Bereits am 21. Januar werde es anlässlich der &quot;Grünen Woche&quot; in Berlin eine große Demonstration für einschneidende Korrekturen in der deutschen und europäischen Agrarpolitik geben. &quot;Die nächsten Monate entscheiden über Top oder Flop der Agrarreform. Es geht um mehr Tierschutz, mehr Schutz der Verbraucher vor ungesunden Lebensmitteln und um ein Ende der Preisdrückerei&quot;, sagte Weiger.<br /><br />Neben der Agrarreform werde der BUND 2012 die Durchsetzung der Energiewende ins Zentrum seiner Arbeit stellen, sagte der BUND-Vorsitzende. Die Anti-Atomproteste Hunderttausender Menschen im zurückliegenden Jahr hätten deutlich gemacht, dass die Bevölkerung den Ausstieg aus der gefährlichen Atomtechnologie und den Umstieg auf eine hundertprozentige Stromversorgung aus regenerativen Energien wolle. Der BUND werde darauf dringen, dass beim Umbau der Energiewirtschaft die Interessen von Betroffenen und Anwohnern einbezogen würden.<br /><br />&quot;Die Demonstrationen für einen schnelleren Atomausstieg, die wir 2011 zusammen mit anderen Organisationen auf die Beine gestellt haben, waren Grundlage für die energiepolitische Kurskorrektur der Bundesregierung nach Fukushima&quot;, sagte Weiger. &quot;Fukushima 2011 steht wie Tschernobyl 1986 und Harrisburg 1979 für die Risiken der Atomkraftnutzung. Deshalb muss dem halben Atomausstieg in Deutschland 2012 der ganze folgen&quot;, sagte der BUND-Vorsitzende. 2012 werde der BUND außerdem die intensive Beteiligung der Bürger und ihrer Verbände bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu einem seiner Schwerpunkte machen. Mit dem stetig wachsenden radioaktiven Atommüllberg werde nachfolgenden Generationen ein unverantwortbares Erbe aufgebürdet.<br /><br />Verhindert werden müsse auch, dass der Atomausstieg auf Kosten des Klimaschutzes geschehe. &quot;In Deutschland dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden. Stattdessen muss alles getan werden, um die großen und leider immer noch brachliegenden Potentiale beim Energiesparen, der Energieeffizienz und beim Ausbau der Windkraft besser zu nutzen&quot;, sagte Weiger.<br /><br />Ein wichtiger Erfolg beim Klimaschutz in Deutschland sei 2011 die Verhinderung des Gesetzes zur unterirdischen Verpressung des Klimagases CO2 gewesen. Der Energieriese Vattenfall habe deshalb den Bau eines Pilotkraftwerks auf Basis der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) in der Nähe von Berlin absagen müssen. International sei der Klimaschutz hingegen kaum vorangekommen. Die Staatengemeinschaft habe sich beim Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban leider nicht auf konkrete Maßnahmen zur CO2-Minderung geeinigt.<br /><br />Im Naturschutz sei es 2011 gelungen, wertvolle Biotope für gefährdete Arten und am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen, dem &quot;Grünen Band&quot;, zu sichern. 2012 rechnet der BUND mit entsprechenden Beschlüssen des EU-Parlaments für den Bereich entlang des gesamten früheren Eisernen Vorhangs, dem &quot;Green Belt Europe&quot;. Die Entscheidung der Unesco, fünf deutsche Buchenwälder als Weltnaturerbe auszuweisen, sei ein großer Erfolg im &quot;UN-Jahr der Wälder 2011&quot;. Mitgewirkt habe der BUND auch bei wichtigen Grundsatzurteilen des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg. So habe das EuGH die Klagerechte gegen industrielle Großvorhaben wie z.B. Kohlekraftwerke gestärkt. Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Natur, des Wassers oder der Luft könnten künftig durch Umweltverbände gerichtlich geahndet werden. Auch das EuGH-Urteil über die Zulässigkeit der Einbeziehung des Flugverkehrs in den EU-Emissionshandel nütze dem Umwelt- und Klimaschutz.<br /><br />Großen Anteil habe der BUND außerdem am EU-weiten Verbot von Bisphenol A in Babyflaschen. Hingegen sei beim Schutz von Kindern vor gefährlichen Chemikalien in Kitas noch kein Fortschritt erkennbar. Schuld daran sei die Untätigkeit von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die ihre Verantwortung wegschiebe und das Problem aussitzen wolle. Rechtsgeschichte sei 2011 unter fachlicher Mitwirkung des BUND vom Bundesverfassungsgericht geschrieben worden. Es hatte eine Klage des Landes Sachsen-Anhalt gegen das Gentechnikgesetz mit der Begründung abgewiesen, die Gentechnik greife in elementare Strukturen des Lebens ein. Schutzmaßnahmen gegen Verunreinigungen von Lebensmitteln mit gentechnischen Bestandteilen seien somit zulässig.<br /><br />Der BUND hat 16 Landesverbände und ist mit rund 480000 Mitgliedern, Förderern und Spendern die größte föderal strukturierte und basisdemokratische Natur- und Umweltschutzorganisation Deutschlands. 2011 wuchs die Mitgliederzahl um fünf Prozent auf derzeit etwa 290000.
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link 959>Porträtfoto des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. (0 30) 2 75 86-425 bzw. Mobil: (01 71) 8 31 10 51,&nbsp;<link presse@bund.net>presse@bund.net</link>&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 09:52:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4756 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>EuGH lässt Einbeziehung des Luftverkehrs in Emissionshandel unangetastet. Mehr Klimaschutz im Flugverkehr ab 1.1.2012</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/eugh-laesst-einbeziehung-des-luftverkehrs-in-emissionshandel-unangetastet-mehr-klimaschutz-im-flugv/</link>
			<description>Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die heute vom Europäischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die heute vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg getroffene Entscheidung über die Zulässigkeit der Einbeziehung internationaler Flüge in den EU-Emissionshandel ein Sieg der Vernunft. Die ab 1. Januar geltende Bepreisung klimaschädlicher Flugzeug-Emissionen sei zwar nur ein kleiner Schritt beim Abbau ökologisch nachteiliger Subventionen, sagte der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh. &quot;Es ist ein Anfang. Zusammen mit der bereits erhobenen Ticketsteuer sinkt die umweltschädliche Subventionierung des Flugverkehrs von rund elf Milliarden Euro im Jahr auf künftig noch rund zehn Milliarden&quot;, sagte Reh.<br /><br />Die Einbeziehung des Flugverkehrs in den europäischen Emissionshandel trage wie die Anfang 2011 in Deutschland eingeführte Luftverkehrs- bzw. Ticketsteuer der Tatsache Rechnung, dass das Fliegen eine der klimaschädlichsten Arten der Fortbewegung sei. &quot;Sinnloses Fliegen vergeudet wertvolle Ressourcen, schadet dem Klima und entzieht der Bahn Fahrgäste. Mit der Beteiligung der Airlines am Emissionshandel und mit der Ticketsteuer wird das Fliegen nicht umweltfreundlich. Die versteckten Kosten des Luftverkehrs werden sich künftig aber etwas stärker im Flugpreis widerspiegeln und damit macht sich auch der Kunde ehrlicher. Fliegen günstiger als eine Taxifahrt oder spottbilliges Städtehopping per Flugzeug zum Shoppen wird es nicht mehr geben. Das ist gut für die Umwelt und die Kunden&quot;, sagte Reh.<br /><br />Die Einbeziehung internationaler Flüge in den EU-Emissionshandel sei ein Schritt zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit im Verkehr und zur Begrenzung der CO2-Emissionen des Fliegens. Derzeit gingen rund fünf Prozent des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts auf das Konto des Luftverkehrs, Tendenz steigend. Künftig müssten noch weitere umweltschädliche Vergünstigungen für das Fliegen abgebaut werden, sagte Reh. Neben der Steuerbefreiung für Flugbenzin nannte der BUND-Experte auch Subventionen für Flughäfen, die selbst dann fließen würden, wenn solche Airports völlig unrentabel seien.<br />
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/verkehr/20111220_verkehr_flugverkehr_emissionshandel.pdf _blank download_extern>Aktuelles BUND-Hintergrundpapier zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den EU-Emissionshandel</link></li><li><link http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/verkehr/luftverkehr/20100831_luftverkehrsabgabe-Hintergrund.pdf _blank download_extern>BUND-Hintergrund zur Luftverkehrssteuer</link></li><li><link 1789>Weitere Informationen zum Luftverkehr, Emmissionshandel und Subventionierung von Flughäfen</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li>Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel. (0 30) 27 58 6- 4 35 </li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 27586 -4 64 / -4 89; <link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 10:04:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4755 at http://www.bund.net/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>BUND-Weihnachtsbaumtester finden in fast der Hälfte der Bäume teils verbotene Pestizide</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-weihnachtsbaumtester-finden-in-fast-der-haelfte-der-baeume-teils-verbotene-pestizide/</link>
			<description>Berlin: Der BUND hat in sechs von 15 getesteten Weihnachtstannen und -fichten teils verbotene...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in sechs von 15 getesteten Weihnachtstannen und -fichten teils verbotene Pestizide gefunden. In einem Drittel der untersuchten Nadelproben von in Berliner und Leipziger Baumärkten und Straßenverkaufsstellen gekauften Bäumen wurde das in Deutschland verbotene Insektizid Flufenoxuron nachgewiesen. In zwei Proben wurde das nicht für Weihnachtsbäume zugelassene Herbizid Metolachlor und in einer Probe das in der EU seit 2004 verbotene Herbizid Atrazin gefunden. Diese Chemikalien gelten als krebserregend bzw. hormonell wirksam. Gleich drei Pestizide wurden in einer Nordmanntanne eines Verkaufsstandes vor dem Leipziger Globus-Markt gefunden. Sie stammt vom Tannenhof Zernitz-Lohm in Brandenburg. Die höchste Belastung wurde in einer Blaufichte gemessen, die ebenfalls in Leipzig in einem Hagebaumarkt gekauft wurde und deren Herkunft unbekannt ist.<br /><br />Tomas Brückmann, BUND-Pestizidexperte: &quot;Weihnachtsbäume, die in Deutschland auf den Markt kommen, dürfen diese gefährlichen Pestizide nicht enthalten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in geheizten Räumen die giftigen Pestizidrückstände aus den Bäumen in die Umgebung abgegeben werden. Zwar sind die nachgewiesenen Mengen nicht akut gesundheitsschädlich. Aber man sollte Kleinkinder nicht unter belasteten Weihnachtsbäumen krabbeln lassen. Sie können die Chemikalien über die Atemluft und die Haut aufnehmen. Zusammen mit der Aufnahme anderer Schadstoffe sind gesundheitliche Schäden vorstellbar.&quot;<br /><br />Der BUND forderte die Pflanzenschutzbehörden in den Ländern und Landkreisen auf, verstärkt ihrer Kontrollpflicht nachzukommen. Um Belastungen bei Weihnachtsbäumen zu vermeiden, müssten die Anwender von Pestiziden künftig regelmäßiger überprüft werden. Bundesagrarministerin Ilse Aigner müsse sich dafür einsetzen, dass in der Landwirtschaft deutlich weniger Pestizide eingesetzt werden. Verbrauchern empfiehlt der Umweltverband, Weihnachtsbäume am besten direkt beim Förster oder aus lokaler und regionaler Aufzucht zu kaufen, vorzugsweise gekennzeichnet mit dem Bioland-, Neuland- oder Naturland-Siegel. Zu empfehlen seien auch mit dem FSC-Siegel (Siegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung) zertifizierte Bäume.
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link 5686>BUND-Themenschwerpunkt Pestizide</link></li></ul>
<h2> Pressekontakt</h2>
<ul><li>Tomas Brückmann, BUND-Pestizidexperte, Tel. (0 30) 2 75 86 -4 20, <link tomas.brueckmann@bund.net - mail "Opens window for sending email">tomas.brueckmann@bund.net</link></li><li> Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. (0 30) 2 75 86 -4 64 / -4 25, E-Mail: <link presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:44:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4754 at http://www.bund.net/</guid>
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			<title>Neue bundesweite Endlager-Suche starten, Gorleben ausschließen. Röttgen muss AKW-Betreiber zur Finanzierung heranziehen</title>
			<link>http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/neue-bundesweite-endlager-suche-starten-gorleben-ausschliessen-roettgen-muss-akw-betreiber-zur-fin/</link>
			<description>Berlin: Der BUND hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, die Atomkraftwerksbetreiber...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, die Atomkraftwerksbetreiber zur Finanzierung der neuen Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll heranzuziehen. &quot;Bald zwei Milliarden Euro, die für Erkundung und Ausbau des Salzstocks in Gorleben am Ende ausgegeben sein werden, dürfen nicht weitere Milliarden folgen. Die Atomkraftwerksbetreiber haben den Atommüll produziert, sie müssen auch sämtliche Kosten für dessen Entsorgung tragen. Die Bevölkerung wird eine neue Endlagersuche nur akzeptieren, wenn dafür keine weiteren Steuergelder fließen&quot;, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. <br /><br />Die Suche nach Alternativen zu dem aus geologischen Gründen als Endlager ungeeigneten Salzstock in Gorleben werde außerdem wesentlich teurer als die im Bundeshaushalt 2012 veranschlagten drei Millionen Euro. Weiger: &quot;Die bisherige Kostenschätzung der Bundesregierung von 400 Millionen Euro für die Suche nach alternativen Standorten ist unrealistisch. Bundesumweltminister Röttgen muss eine realistische Kostenabschätzung für das Suchverfahren vorlegen und die klare Aussage machen, dass diese Kosten nicht vom Steuerzahler getragen werden müssen.&quot;<br /><br />Bevor die Suche nach einem neuen Standort beginne, müsse außerdem zunächst ein akzeptables Konzept zur Endlagerung des hochradioaktiven Atommülls erstellt werden, sagte der BUND-Vorsitzende. Es müsse Aussagen über die Art und Weise der Einlagerung und den Verschluss des Endlagers enthalten. Berücksichtigt werden müssten auch Vorschläge zu einer möglichen Zugänglichkeit zum Endlager und zur Rückholbarkeit des Strahlenabfalls. <br /><br />Weiger forderte die SPD-Ministerpräsidenten auf, bei ihrem Treffen mit Bundesumweltminister Röttgen zur Endlagersuche den ablehnenden Beschluss des SPD-Parteitages zu Gorleben umzusetzen. &quot;Es hat für Gorleben nie ein vernünftiges Auswahlverfahren gegeben. Es ist völlig unmöglich, diesen verbrannten Standort in ein neues angeblich offenes Suchverfahren zu integrieren. Wenn Gorleben nicht aus der Endlagersuche herausgehalten wird, scheitert das Verfahren bereits zu Beginn. Dann ist ein gesellschaftlicher Konsens nicht möglich&quot;, sagte Weiger.<br /><br />Nicht länger hingenommen werden könne auch, dass die politisch Verantwortlichen die Augen davor verschlössen, dass sich die Atommüllmenge Tag für Tag vergrößere und niemand wisse, wohin damit. Nur wenn alle Atomkraftwerke vom Netz seien werde es bei der Einrichtung eines Atommülllagers gelingen, die nötige Akzeptanz zu gewinnen, sagte Weiger. Der jetzige viel zu zögerliche Atomausstieg führe zu einer Vergrößerung der Menge des hochradioaktiven Atommülls um weitere 4000 Tonnen. Um das Jahr 2020 werde die Menge des zu entsorgenden hochradioaktiven Atommülls rund 18000 Tonnen betragen.
<h2>Mehr Informationen</h2>
<ul><li><link http://www.bund.net/themen_und_projekte/atomkraft/atommuell/ _self>BUND-Themenschwerpunkt Atommüll</link></li></ul>
<h2>Pressekontakt</h2>
<ul><li> Thorben Becker, BUND-Atomexperte, Tel. (0 30) 2 75 86 -4 21</li><li>Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86 -4 25 / -4 89, <link mailto:presse@bund.net - mail "Opens window for sending email">presse@bund.net</link></li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 12:29:00 +0100</pubDate>
			
			<guid isPermaLink="false">4753 at http://www.bund.net/</guid>
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