1. September 2007

Nachwuchs heimischer Wildtiere schützen

Kategorie: Natur

In den Frühjahresmonaten von Anfang April bis Mitte Juni ziehen die Wildtiere in Deutschland ihren Nachwuchs heran. In dieser ''Brut- und Setzzeit" brauchen die Tiere besonders viel Schutz. Denn wird das Muttertier gestört oder gar getötet, haben die Jungtiere keine Überlebenschancen mehr.

Die Landwirtschaft gefährdet vor allem Wiesenbrüter wie Kiebitz, Großer Brachvogel oder Weißstorch; aber auch Rehwild und Feldhase, die ihre Jungen ins hohe Gras ''setzen", sind besonders gefährdet.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deshalb, in der Brut- und Setzzeit bestimmte Regeln beim Aufenthalt in und im Umgang mit der Natur einzuhalten. Als Spaziergänger sollte man es vermeiden, angelegte Wege zu verlassen. Hat man einen Hund dabei, gehört dieser auch außerhalb von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten an die Leine. Schon das Hetzen kann zum Tod trächtiger Wildtiere führen.

Auch sportliche Betätigung in der Natur (wie das Klettern) kann zu einer Störung brütender Wanderfalken oder Uhus führen und sollte deshalb vermieden werden. Katzenbesitzer können zum Schutz kleinerer Wildtiere beitragen, indem sie ihrer Katze ein Glöckchen umbinden. So bekommen beispielsweise junge Hasen die Chance, sich rechtzeitig vor ihnen in Sicherheit zu bringen.

Gärtner und Landwirte sollten möglichst erst nach der Setz- und Brutzeit Mähtermine ansetzen und diese mit dem Jagdhüter abstimmen. Große Flächen sollten von innen nach außen gemäht werden.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007




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