1. September 2007

Schnecken ohne Chemie bekämpfen

Kategorie: Garten

In feuchten Sommern bedrohen gefräßige Schnecken in besonderem Maße den mit Liebe gezogenen Salat. Der BUND rät jedoch vom Einsatz von Chemie zur Bekämpfung der Schnecken ab. Besonders ungünstig ist Schneckenkorn auf der Basis von Metaldehyd oder Methiocarb. Fressen Igel oder Haustiere das Mittel oder die daran verendeten Schnecken, können sie ebenfalls sterben.

Laut BUND gibt es viele Möglichkeiten, die Plagegeister auch ohne Chemie vom Beet fernzuhalten. Um es erst gar nicht zu einer Schneckenplage kommen zu lassen, sollte der Garten so natürlich und vielfältig wie möglich angelegt sein. In Laubhaufen, Hecken und wild wachsenden Blumen und Kräutern können sich schneckenliebende Nützlinge wie Vögel, Igel oder Frösche niederlassen. Der Bereich um die Beete selbst sollte aber möglichst offen und trocken gehalten werden, denn Schnecken meiden trockene Wege. Um diesen Effekt zu erhöhen kann zusätzlich Holzwolle, Steinmehl, Asche oder Kalk ausgestreut werden. Thymian, Salbei, Senf oder Pfefferminze am Beetrand sind den Weichtieren ebenfalls lästig.

Schneckenzäune halten über 90 % der Schnecken ab. Wer Geld sparen und die Zäune selber bauen will, muss darauf achten, dass sie mindestens 10 cm in die Erde eingelassen werden, 10 cm nach oben ragen und oben eine Kante oder Rundung aufweisen. Die beste Zeit, um Schnecken von Zäunen abzusammeln, ist kurz nach einem Regen oder am späten Abend. Blumen und Gemüse sollten morgens gegossen werden, damit der Garten zur Ausgehzeit der Schnecken am Abend möglichst trocken ist. Wer sein Gemüse mit Netzen schützt, sollte die Enden gut in der Erde zu vergraben, damit sich andere Tiere nicht darin verfangen.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007




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