1. Februar 2008

Klimaschutz durch Zimmerpflanzen

Kategorie: Haushalt und Sparen, Klima

Wenn in der kalten Jahreszeit die Außentemperaturen sinken, wird die Heizung in den guten Stuben hochgedreht. Aber mit jedem zusätzlichen Grad nimmt die Luftfeuchtigkeit ab, die Raumluft wird trockener. Dadurch wird die Zimmertemperatur niedriger empfunden und die Heizung noch höher gedreht. Das strapaziert nicht nur den Geldbeutel, sondern erhöht den klimaschädlichen CO²-Ausstoß, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der Umweltverband rät, die Luftfeuchtigkeit mit Pflanzen natürlich zu erhöhen.

Im Idealfall hat die Raumtemperatur eine Feuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. In geheizten Räumen kann die Luftfeuchtigkeit jedoch schnell auf nur 25 bis 30 Prozent sinken. Wird die Raumtemperatur um ein Grad erhöht, muss mit rund sechs Prozent mehr Heizkosten gerechnet werden. Grünlilie, Zimmerlinde, Zyperngras und die Papyrus-Pflanze sind besonders gut geeignet, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Etwa 98 Prozent des Wassers, das die Pflanzen aufnehmen, geben sie wieder ab. In einem Raum von 30 Quadratmetern sorgen schon drei bis sechs größere Zimmerpflanzen dafür, dass die ideale Luftfeuchtigkeit erreicht wird. So verdunsten zum Beispiel bei einer Papyrus-Pflanze von 1,5 Metern Höhe ein bis zwei Liter Wasser pro Tag.

Luftbefeuchter an der Heizung müssen regelmäßig gereinigt werden, damit sie nicht zu Keimschleudern werden. Elektrische Luftbefeuchter oder Zimmerbrunnen verbrauchen Strom, so dass der Spareffekt durch eine höhere Luftfeuchtigkeit wieder aufgehoben wird. Mehr als 70 Prozent Luftfeuchtigkeit sollten es aber nicht sein, sonst droht Schimmelbildung. Die Luftfeuchtigkeit kann man mit sogenannten Hydrometern messen.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: Januar 2007




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