22. März 2011

Kitas schadstofffrei halten

Kindertagesstätten und auch viele Kinderzimmer sind im Vergleich mit anderen Räumen überdurchschnittlich hoch mit gesundheitsschädlichen Weichmachern belastet. Darauf hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hingewiesen. Diese Chemikalien sind in Bodenbelägen, Spielzeug, Gummistiefeln, Regenbekleidung, Plastik-Tischdecken und Turnmatten aus Weich-PVC enthalten. Mit der Zeit können die Weichmacher ausdünsten und sie belasten dann die Umwelt. Erkennen lassen sich Produkte aus Weich-PVC an ihrer "speckig-glatten" Oberfläche, teilweise sind sie auch mit dem Kürzel "PVC" oder mit einem dreieckigen Recyclingsymbol gekennzeichnet, das eine 3 enthält.

Bereits beim Einrichten von Kitas oder Kinderzimmern sowie beim Kauf von Spielzeug kann der Einzelne viel tun, um die Belastungen niedrig zu halten. Beim Neukauf von Gebrauchs- oder Einrichtungsgegenständen sollte auf den Geruch der Produkte geachtet werden. Stark riechende PVC-Gegenstände enthalten Weichmacher. Alternativen zu PVC-Böden sind beispielsweise Linoleum, Holz- und Korkböden. Bei Regenkleidung empfiehlt es sich, auf das "Öko-Tex-Label" zu achten. Statt Tischdecken aus Plastik sollten Tischdecken aus Papier bzw. mit Acryl beschichtete Tischdecken aus Stoff verwendet werden. Ein Holztisch ganz ohne Tischdecke tut es auch. In Kinderräumen sollte nur PVC-freies Spielzeug zum Einsatz kommen. Es ist besser, nicht so viel, dafür aber hochwertiges Spielzeug zu kaufen. Es enthält im Gegensatz zu Billigware meist weniger Schadstoffe. Zu erkennen ist PVC-freies Spielzeug am "spiel gut"-Siegel.

Da Schadstoffe sich im Staub von Kinderzimmern oder Kitas ansammeln, muss regelmäßig gelüftet, gereinigt und Staub gewischt werden. Kitas mit Garten sollten diesen so oft wie möglich nutzen. Frischluft ist auch gut für die Erzieherinnen und Erzieher. Nicht zuletzt haben Verbraucher das Recht, beim Hersteller oder Händler nachzufragen, ob ein Produkt gefährliche Substanzen enthält. Die Unternehmen müssen solche Anfragen innerhalb von 45 Tagen kostenlos beantworten. Ein vom BUND erstellter Musterbrief erleichtert solche Anfragen.

Mehr Informationen

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Stand: März 2011 




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