14. März 2008

Masterplan Güterverkehr bringt zu wenig für den Klimaschutz

Statement des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum heute von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgestellten "Masterplan Güterverkehr und Logistik": 

Werner Reh, Verkehrsexperte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die fehlende Wirksamkeit des "Masterplanes" für den Klimaschutz: "Der Masterplan bringt zu wenig für die Senkung der CO2-Emissionen im Güterverkehr und nutzt die technischen Effizienzreserven zum Spritsparen nicht aus. Es ist umwelt- und klimapolitisch inakzeptabel, wenn der Straßengüterverkehr bis 2025 um achtzig Prozent wachsen soll und Tiefensee so tut, als sei dies ein Naturgesetz. Es fehlt das Umsteuern in Richtung einer nachhaltigen Verkehrsplanung." 

Die Lkw-Hersteller und die Speditionen müssten durch ambitionierte CO2-Grenzwerte und eine Maut, die die vollen Umweltkosten der Fahrzeuge einbeziehe, dazu gebracht werden, Spritverbrauch und "Just in time"-Transporte auf der Straße zu reduzieren. Als Transitland Nummer Eins müsse Deutschland hier europaweit Maßstäbe setzen. Für die Transitverkehre fehlten außerdem regionale Maßnahmen zur Senkung der Verkehrsbelastungen in besonders belasteten Regionen wie dem Alpenraum. 

Positiv bewertete der BUND, das die Erstellung des Masterplanes im Verkehrsministerium ein Umdenken eingeleitet habe. Ein Thema wie die Notwendigkeit stärkerer Verkehrsvermeidung sei dort endlich angekommen. Ein Umdenken zeige sich auch darin, dass mit einem geplanten Zuwachs von 67 Prozent bis 2020 für den Schienenverkehr konkrete Zielvorgaben gemacht worden seien. Diese müssten jedoch vor allem durch Verlagerungen von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene zustande kommen. Ehrgeizig wäre es, diesen Anteil von heute 17 Prozent auf künftig etwa ein Drittel zu steigern. Erst dann könnten Umwelt und Bürger aufatmen.  

Mehr Informationen:

  • Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel. 0 30 / 2 75 86-435 bzw.
  • Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86 -425/-489, Fax: -440, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51, presse@bund.net



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