30. September 2010
FoEI-Vorsitzender Nnimmo Bassey erhält den Alternativen Nobelpreis

Nnimmo Bassey, Vors. von FOEI
Stockholm/ Lagos (Nigeria): Nnimmo Bassey, Umweltaktivist aus Nigeria und Vorsitzender von Friends of the Earth International – dem internationalen Dachverband des BUND - ist einer der diesjährigen vier Preisträger des "Right Livelihood Award", bekannt als "Alternativer Nobelpreis".
Bassey erhalte den Preis "weil er die ökologischen und menschlichen Kosten der Ölforderung aufzeigt und mit seinem Einsatz Umweltbewegungen in Nigeria und der ganzen Welt stärkt", so die Begründung der Jury. Der 52-Jährige vertritt als Leiter von FoE-Nigeria arme Dorfgemeinden vor Gericht, verbreitet Berichte über Ölaustritte und setzt sich dafür ein, dass Umweltschäden beseitigt werden.
Bassey bezeichnete die Auszeichnung als "Genugtuung für den gerechten und entschiedenen Kampf betroffener Gemeinden weltweit für Umweltgerechtigkeit. Wir wollen endlich ein Ende der Umweltverbrechen großer Öl-Giganten wie Shell in Nigeria und überall in der Welt."
Shell wird Mitschuld an schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in Nigeria vorgeworfen. Derzeit läuft in den Niederlanden ein Verfahren gegen das Unternehmen. Die erste Anhörung wird in den kommenden Monaten stattfinden.
Weitere Preisträger sind Bischof Erwin Kräutler (Brasilien), Shrikrishna Upadhyay und die Organisation Sappros (Nepal) sowie die Organisation Physicians for Human Rights-Israel.
Jakob von Uexküll, Gründer und Co-Vorsitzender der Right-Livelihood-Award-Stiftung, würdigte die Preisträger als Vorbilder, "deren Arbeit und Engagement weltweit bespielhaft sind."
Die Right Livelihood Awards, 1980 von Uexküll ins Leben gerufen, werden von privaten Spendern finanziert. Die diesjährige Preisverleihung findet am 6. Dezember im schwedischen Reichstag statt. 120 Kandidaten aus 51 Ländern waren dieses Jahr für den Preis vorgeschlagen, davon kamen 69 aus Entwicklungsländern.