7. Oktober 2009

"Aufhebung der Nulltoleranz ist das Ende der Gentechnikfreiheit bei Lebens- und Futtermitteln"

Gentechnik-Expertin Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte die Aussage von Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU), das Verbot des Genmaises Mon 810 aufrechtzuerhalten. "Die CSU hat während ihres früheren Pro-Gentechnik-Kurses schmerzlich erfahren müssen, dass sie damit nur heftige Proteste der Bauern erntet und Wähler verprellt. Das müssen auch die FDP und die CDU begreifen. Mon 810 gehört nicht auf unsere Äcker."

Moldenhauer warnte eindringlich davor, die Nulltoleranz für in der Europäischen Union nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen aufzuheben. "Wenn die FDP und die Unions-Parteien vor der Gentechnik-Industrie einknicken und an der Nulltoleranz rütteln, ist dies das Ende der Gentechnikfreiheit bei Lebens- und Futtermitteln. Die Folge wird die Überschwemmung des europäischen Marktes mit kontaminierten Importen sein – ohne jede Kennzeichnung, ohne jede Chance für Verbraucher, sich der Gentechnik zu entziehen. Gegen das, was uns dann blüht, nützt ein Mon 810-Verbot auf deutschen Äckern gar nichts."

Pressekontakt: Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim BUND, Tel. 0 30 / 2 75 86-456; bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-464/-489, Fax: -440, presse@bund.net




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