25. April 2011

120.000 Menschen bei Anti-Atomprotesten am Ostermontag – Alle AKWs endlich abschalten!

Rund 120.000 Menschen haben heute in Deutschland erneut gegen die Atomenergie demonstriert. An zwölf Atomstandorten machten die Menschen anlässlich des morgigen 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl klar, dass sie die von AKWs ausgehende Gefahr nicht länger hinnehmen wollen und forderten: Alle AKWs abschalten! Zu den Demonstrationen hatte unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufgerufen.

In ganz Deutschland hatten sich Menschen seit dem Vormittag versammelt und sich dann mit Bussen, Autos, Fahrrad-Konvois und Treckern zu den Atomstandorten auf den Weg gemacht. Die Innenstadt von Biblis musste wegen Überfüllung gesperrt und viele Demonstranten auf andere Flächen umgeleitet werden. Für viele Standorte waren dies die größten Demonstrationen seit Jahrzehnten.

Die Zahlen von vor Ort:

  • Biblis – 15.000
  • Braunschweig Land – 11.000
  • Brunsbüttel – 6.000
  • Esenshamm – 5.200
  • Grafenrheinfeld – 15.000
  • Grohnde – 20.000
  • Gronau/Ahaus – 10.000
  • Gundremmingen – 10.000
  • Krümmel – 17.000
  • Lubmin – 2.000 und 450 im Treck
  • Neckarwestheim – 8.000
  • Philippsburg – 3.000

Auch in Japan und Frankreich gab es Anti-AKW-Proteste. So beteiligten sich heute an der internationalen Brücken-Aktion gegen das französische AKW Fessenheim rund 20.000 Menschen. Bereits gestern hatten in Tokio und anderen japanischen Städten Tausende Menschen gegen Atomenergie demonstriert.

Für die nächsten Wochen sind weitere Proteste angekündigt. Am 28. Mai, bevor die Bundesregierung ihren Atom-Fahrplan beschließt, werden in 20 Städten Großdemonstrationen stattfinden und für das Ende des AKW-Moratoriums Mitte Juni planen unterschiedliche Gruppen und Organisationen Blockaden von Atomanlagen.

Kontakt

Peter Dickel, 05 31 / 89 56 01, koordination@tschernobyl25.de oder Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 0 30 / 2 75 86-464, presse@bund.net




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