6. April 2005

Weltgesundheitstag - Gesundheitsrisiken und Feinstaub mindern

Anlässlich des morgigen Weltgesundheitstages hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der deutschen Industrie Ignoranz gegenüber einem besseren Schutz der Gesundheit vorgeworfen. Wenn offizielle Studien für Deutschland von 65000 vorzeitigen Todesfällen durch Feinstaub ausgingen, müsse die Industrie alle Anstrengungen unternehmen, um das Problem zu lösen. Stattdessen werde die unschöne Tradition deutscher Manager wieder aufgenommen, Fortschritte im Umwelt- und Gesundheitsschutz zu blockieren. In Sachen Partikelrußfilter stehe die hiesige Autoindustrie deshalb vor einem Scherbenhaufen ihrer Modellpolitik. Frankreichs Autobosse hätten offensichtlich die Gesundheit der Bürger ihres Landes stärker im Blick. Die Autohersteller müssten sich endlich zu ihrer Verpflichtung bekennen, ausschließlich Modelle mit den maximal besten Umweltstandards zu produzieren.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: „Es zeugt von einer unglaublichen Frechheit, wenn Automanager wie Bernd Pischetsrieder von VW der Zulieferindustrie die Schuld an fehlenden Partikelfiltern geben oder BDI-Präsident Jürgen R. Thumann die Verantwortung für den Feinstaub auf die Nachbarregionen schiebt. Wenn die wichtigsten Industrievertreter ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, dann gute Nacht Standort Deutschland. Dann werden immer neue Fortschrittsblockaden folgen und unser Land wird in Sachen Gesundheitsschutz und Umweltstandards zur Roten Laterne."

Auch die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg müssten endlich aufhören, den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger zu missachten. Sie dürften die sofortige Förderung der Partikelfilter nicht länger verzögern. Jeden Tag erkrankten mehr Menschen an Bronchitis, Lungenkrebs oder Stauballergien. Jeder Tag, den Partikelfilter früher in die Fahrzeuge komme, sei praktizierter Gesundheitsschutz.

Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489, Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net




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