18. August 2011

BUND fordert gesamte Bio-Branche zum Verzicht auf Nano-Materialien auf

Salzfass, istockphoto

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die heute bekannt gegebene Entscheidung des Bio-Anbauverbands Naturland, Nano-Materialien aus seinen Produkten auszuschließen. "Die Verwendung von Nano-Materialien verträgt sich nicht mit dem Anspruch der Bio-Branche, besonders gesunde und natürliche Lebensmittel anzubieten. Wir freuen uns daher, dass sich mit Naturland nun einer der großen Bio-Verbände klar von der Anwendung der Nano-Technologie distanziert hat", so Jurek Vengels, Nano-Experte des BUND.

Insbesondere bei Bio-Lebensmitteln erwarteten Verbraucher und Verbraucherinnen, sich auf deren Sicherheit verlassen zu können. Der BUND fordert daher von der gesamten Bio-Lebensmittelbranche, auf Nano-Materialien zu verzichten, solange die Risiken nicht ausreichend erforscht sind. Die Verwendung von Nano-Materialien müsse auch in den Vergabekriterien für das staatliche Bio-Siegel ausgeschlossen werden.

Nano-Materialien werden als Rieselhilfen in Lebensmitteln wie Salz oder Brühe oder zur Verkapselung von Wirkstoffen in Konservierungsmitteln, Farbstoffen und Vitaminen verwendet. Um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, werden winzige Nano-Partikel auch als UV-Filter in Verpackungsmaterialien und für antibakteriell wirkende Beschichtungen eingesetzt. Bekannt ist, dass Nano-Materialien im Vergleich zu größeren Partikeln oftmals veränderte Eigenschaften aufweisen. Mögliche Risiken bei Aufnahme der winzigen Teilchen über den Magen-Darm-Trakt sind bisher jedoch kaum erforscht. Ab 2014 gibt es eine Kennzeichnungspflicht für Nano-Food.

Mehr Informationen

zur Nanotechnologie

Pressekontakt: Jurek Vengels, BUND-Nano-Experte, Tel.: 0 30 / 2 75 86-422 bzw. Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 0 30 / 2 75 86-425 /-489, presse@bund.net




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