26. November 2011

Anti-Atom-Protest in Dannenberg. Hubert Weiger: "Fukushima und Gorleben stehen für Risiken der Atomkraft"

Dannenberg: Bei der Protestkundgebung gegen den Castor-Transport nach Gorleben hat der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger den zögerlichen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung kritisiert. "Wie Fukushima steht auch Gorleben für die Risiken der Atomkraft. In Japan ist es die plötzlich eingetretene Katastrophe, im Wendland ist es eine schleichende. Mit jedem Castor-Transport wächst hier die Menge des radioaktiven Strahlenabfalls, von dem über Jahrtausende unkalkulierbare Gefahren ausgehen", sagte Weiger in einer Rede vor rund 25.000 Demonstranten.

Der BUND-Vorsitzende dankte den Atomkraftgegnern für ihr bisheriges Engagement gegen die Schwarz-Gelbe Atompolitik: "Ohne euren Einsatz wäre die Bundesregierung nicht gezwungen gewesen, die Laufzeitverlängerungen zurückzunehmen und acht alte und störanfällige Atommeiler stillzulegen. Und wir akzeptieren nicht, dass in Deutschland noch bis 2022 Atomkraftwerke laufen sollen. Dies bedeutet ein ständiges Risiko und ist nicht die notwendige Antwort auf die Katastrophe von Fukushima", sagte Weiger.

Die Kundgebung in Dannenberg war der vorläufige Höhepunkt der Proteste gegen den diesjährigen Castor-Transport. Mehrere Redner kritisierten die Atom-Politik der Bundesregierung, die den ungeeigneten Salzstock in Gorleben zum Endlager für hochradioaktiven Abfall machen will. Dazu Hubert Weiger: "Gorleben ist als Standort für ein Endlager geologisch nicht geeignet und muss endlich aufgegeben werden. Für den Strahlenabfall aus den Atomkraftwerken kann es kein sicheres Lager für eine Million Jahre geben. Deshalb muss die Produktion von weiterem Atommüll sofort eingestellt werden."

Pressekontakt

  • Thorben Becker, BUND-Atomexperte, Tel. (01 73) 6 07 16 03
  • Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (01 71) 8 31 10 51, presse@bund.net



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