17. November 2009

Kopenhagen darf nicht scheitern. Druck erhöhen – jetzt erst recht mobilisieren

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Bundesregierung auf, innerhalb der Kopenhagener EU-Delegation und in der Gruppe der Industriestaaten auf einer Festlegung konkreter CO2-Minderungsziele zu bestehen. Deutschland müsse auch vorangehen, wenn es um die Zusage ausreichender Finanzmittel zur Unterstützung ärmerer Staaten beim Technologietransfer und bei der Anpassung an den Klimawandel gehe.

"Unverbindliche Absichtserklärungen für mehr Klimaschutz reichen nicht aus", sagte die BUND-Expertin für internationale Politik, Antje von Broock: "Dringend notwendig sind ambitionierte Vereinbarungen zur Senkung der Treibhausgase, die völkerrechtlich verbindlich sind und an die sich die Unterzeichnerstaaten zu halten haben. Nur dann bekommen wir einen wirksamen Kyoto-Nachfolgevertrag für die Zeit nach 2012, mit dem die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzt werden kann. Alles andere wäre für die Ärmsten der Armen eine Katastrophe. Zugleich würde die Welt große Chancen zur Modernisierung der Wirtschaft verschenken, die mehr Klimaschutz mit sich bringen würden."

Gemeinsam mit seinem internationalen Netzwerk Friends of the Earth hat der BUND eine Petition gestartet, um weltweit von den Staats- und Regierungschefs ein wirkungsvolles und gerechtes Kyoto-Nachfolgeabkommen einzufordern. Der BUND veröffentlicht die Petition in Zeitungsanzeigen und wird sie in Kopenhagen an die deutsche Delegation überreichen.

Mehr Informationen


Pressekontakt sowie weitere Informationen zum Stand der Vorverhandlungen zum Kopenhagener Weltklimagipfel bei Antje von Broock, BUND-Klimaexpertin, Tel. 0 30 / 2 75 86-468, bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425, presse@bund.net




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