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1. September 2007

Energiesparlabel - zum Teil wenig hilfreich

Kategorie: Strom sparen, Haushalt und Sparen, Klima

Das EURO-Label ist nach Ansicht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) überholt und nur wenig hilfreich. Es kennzeichnet zum einen nur bestimmte Haushaltsgeräte, nämlich Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspülmaschinen, Elektrobacköfen und Raumklimageräte.

Es fehlt die Kennzeichnung von Elektronikgeräten wie Fernseher und Videorekorder und auch Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen oder Staubsauer werden nicht mit dem EURO-Label gekennzeichnet.

Das Label soll den Verbrauchern helfen, sich beim Strom- bzw. Wasserverbrauch zu orientieren. Die Abstufung von A bis G scheint auf den ersten Blick hilfreich und simpel, doch schon bei unterschiedlicher Bauart, Größe und Leistung ist der Vergleich ohne genaue Daten schwierig. Dazu kommt: Die Skala von A bis G, die vor über zehn Jahren von der EG-Kommission verabschiedet wurde, ist bei vielen Bauarten völlig überholt. Nur bei Kühl- und Gefriergeräten ist sie Anfang 2004 um A+ und A++ erweitert worden und dort deshalb teilweise hilfreich.

Die Folge: Bei den meisten Produkten liegen viele Modelle in den gleichen Energieeffizenzklassen, obwohl die Unterschiede im Stromverbrauch zum Teil sehr groß sind. Bei Kühlschränken sind A oder B schon zweitklassig, bei Spülmaschinen liegen fast alle Modelle in der Klasse A und bei Wäschetrocknern gibt es überhaupt nur wenige A-Modelle.

GED-Label
Die GED-Kennzeichnung ist ein freiwilliges Label, d.h. die Kennzeichnung leitet sich nicht aus einem Gesetz oder einer Verordnung ab. Es bescheinigt einen niedrigen Stand-by-Verbrauch, sagt jedoch nichts über den Stromverbrauch beim Betrieb des Gerätes aus. Eine Liste von prämierten Geräten ist unter www.energielabel.de zu finden.

no-e-Label
Das no-e-Label ist ebenfalls ein freiwilliges Label. Geräte mit dieser Kennzeichnung haben einen niedrigen Stand-by-Verbrauch. Unter www.no-e.de finden sich Gerätelisten, in denen ausgezeichnete Geräte stehen.

Mehr Informationen finden Sie auch unter www.eu-label.de.

Der Abdruck von BUND-Ökotipps ist kostenlos. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: Oktober 2007




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