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1. September 2007

Beim Schneiden von Baum und Hecke die Vögel schützen

Kategorie: Garten, Natur

Im Frühjahr ist Brutsaison der Vögel. Sie beginnen in Bäumen, Büschen und Hecken Nester zu bauen. Von März bis September ist deshalb nicht erlaubt Bäume zu Fällen oder Hecken und Bäume stark zu beschneiden. Der genaue Zeitraum wird von den jeweiligen Kommunen geregelt.

Wenn die Hecken im Frühsommer ausgetrieben haben, kann man sie jedoch vorsichtig zurückschneiden. Kleinere Äste sind zu diesem Zeitpunkt gut kompostierbar. Wichtig ist die genaue Prüfung, ob sich im Astwerk Nester befinden. In solchen Fällen muss der Schnitt verschoben werden. Manche Vogelarten brüten noch bis Ende Juli und unter Hecken können Igel ihre Heimstatt haben.

Wer Neupflanzungen plant, sollte möglichst heimische Bäume und Sträucher wählen, da dies automatisch den Schutz ansässiger Tiere bedeutet. Die Tierwelt hat sich sehr gut an die hiesigen Pflanzen angepasst. Auf Eichen können beispielsweise bis zu 300 Insektenarten leben. Bei Kastanien sind es lediglich vier.

Viele Pflanzen sind von der Bestäubung durch bestimmte Insekten abhängig. Und auf heimischen Gehölzen leben bis zu sechsmal mehr Raupen als auf fremdländischen Sorten. Raupen sind die wichtigste Nahrungsquelle für Jungvögel.

Besonders günstig ist es, wenn Hecken in mehreren Reihen gepflanzt werden. Umrahmt man sie zusätzlich mit Wildkräutern, können durch die vielen dort wohnenden Nützlinge Schädlingsplagen effektiv abgewehrt werden. Wird Schlehe, Weißdorn oder Holunder gepflanzt, kann man sich im Sommer auch an ihren Früchten erfreuen. Wer wenig Platz hat, kann die Himbeere oder Wildrosenarten wie Zimt-, Apfel- oder Filzrosen als Hecke wählen.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007




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