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1. September 2007

Misteln am Baum belassen

Kategorie: Haushalt und Sparen

Mistelzweige über den Hauseingang zu hängen, ist eine alte heidnische Tradition, die böse Hexen und Geister abwehren soll. Die Tradition besagt auch, dass jeder, der unter einem Mistelzweig steht, geküsst werden darf. Küssen ist allerdings auch ohne Mistelzweig möglich. Der BUND rät, zum Schutz der Pflanze auf den Brauch zu verzichten und keine Mistelzweige aufzuhängen.

Da Mistelzweige hauptsächlich in der Weihnachtszeit nachgefragt werden, lohnt sich der kommerzielle Anbau nicht. Dies führt dazu, dass die Bestände in der freien Natur ausgebeutet werden. Die negative Folge dieser alten Tradition ist die Gefährdung der Pflanzenart.

In Deutschland haben einige Bundesländer bereits darauf reagiert und die Mistel unter Naturschutz gestellt. Weil die Pflanze bisher aber nicht international geschützt ist, werden die Mistelzweige vor allem aus Billiglohnländern eingeführt. Ein europaweiter Rückgang ist die Folge, vor allem auch deswegen, weil die Pflanze sehr langsam wächst: Eine Mistel von 50 Zentimetern Durchmesser hat bereits ein Alter von 30 Jahren.

Die Mistel hat eine lange Tradition als Heilpflanze und ist auch aus diesem Grund erhaltenswert. Tee aus Mistelblättern kann beispielsweise blutdrucksenkend sein. Zudem bietet die Mistel in der Winterzeit eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel.

Der Abdruck von BUND-Ökotipps ist kostenlos. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007




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