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7. Oktober 2008

Verkehrsminister der Länder müssen Maut zum ökologischen Instrument machen. Ausweichstrecken auch bemauten

Dessau/Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Länderverkehrsminister aufgefordert, die von der Bundesregierung geplante Reform der Lkw-Maut nicht länger im Bundesrat zu blockieren, damit Lkw endlich einen stärkeren Beitrag zur Ökologisierung des Verkehrs leisten. Stimme der Bundesrat der Mautanpassung nicht zu, entfalte die Abgabe auch keine entsprechende Lenkungswirkung. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte die Länderverkehrsminister und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zudem auf, sich endlich für die abgas- und lärmgeplagte Bevölkerung an den Ausweichstrecken einzusetzen.

„Neben einer nach Schadstoffausstoß gestaffelten Maut brauchen wir auch eine Maut auf allen Ausweichstrecken“, sagte Weiger. Der sich oftmals durch enge Ortschaften quälende Lkw-Verkehr lasse sich durch die Maut auf die Autobahnen zurückdrängen. Das reduziere nicht nur die Zahl der Unfälle und den Lärm in den Ortschaften, es mindere auch die Feinstaubbelastungen.

Erforderlich sei laut BUND-Verkehrsexperten Werner Reh vor allem die stärkere Spreizung der Maut. „Wenn ältere Stinker mehr Maut zahlen müssen, werden die Speditionen ihre Fuhrparks auf umweltfreundliche Fahrzeuge umstellen“, sagte Reh. Bereits die Ankündigung einer künftig nach Schadstoffen differenzierten Maut habe innerhalb der letzten zwölf Monate dazu geführt, dass schadstoffärmere Fahrzeuge ihren Anteil am Straßengüterverkehr in etwa verdoppeln konnten. Im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der umweltschädlichsten Lkws um rund die Hälfte reduziert.

Pressekontakt: Jan Weiß, BUND-Güterverkehrsexperte, Mobil: 0 17 9 / 7 87 33 07 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel.: 03 0 / 2 75 86 -464/ -489, Fax: 440, presse@bund.net




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