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7. November 2007

BUND und NABU begrüßen Verabschiedung der Nationalen Biodiversitätsstrategie

Bundesregierung setzt Zeichen gegen Artensterben und Artengefährdung

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zum Schutz der Artenvielfalt und von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in Deutschland begrüßt. Mit der Verabschiedung der „Strategie zur nationalen biologischen Vielfalt“ setze die Bundesregierung ein dringend notwendiges Zeichen gegen das alarmierende Artensterben und für mehr Naturschutz, so die Verbände.

„Als Gastgeber der Weltnaturschutzkonferenz im kommenden Jahr war es höchste Zeit, dass Deutschland beim Erhalt des Artenreichtums mit gutem Beispiel vorangeht“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit der Strategie liege nun erstmals ein umfassender Maßnahmenkatalog zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor. Viele der beschriebenen Handlungsfelder seien jedoch noch zu unkonkret und vermieden Konflikte mit konkurrierenden wirtschaftlichen oder politischen Interessen. So werde z.B. darauf verzichtet,  die ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik und den Ausbau von Agrarumweltmaßnahmen zu fordern. Auch fehle es an Kritik an der Intensivierung der Landnutzung durch den zunehmenden Anbau von Energiepflanzen. Über eine Definition ökologischer Mindeststandards in der Förderpolitik müsse hier dringend nachgebessert werden.

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: „Deutschland beginnt endlich, auf nationaler Ebene seine Verpflichtungen aus der Unterzeichnung der Konvention zum Erhalt der biologischen Vielfalt umzusetzen. Der Kampf gegen das Artensterben bei uns und anderswo ist genauso wichtig wie der gegen den Klimawandel.“

Damit die Biodiversitätsstrategie auf Bundes- und Länderebene ein Erfolg werde, müsse ihr im Naturschutzrecht ein geeigneter Rahmen gegeben werden. Zugleich müssten im geplanten Umweltgesetzbuch verbindliche Naturschutzregeln für die Forst- und Landwirtschaft und den Anbau von Energiepflanzen verankert werden.

Pressekontakt: Magnus Herrmann, NABU-Natur- und Artenschutzexperte, Tel. 030-284984-34 bzw. Friedrich Wulf, BUND-Naturschutzexperte, Tel. 0 30  / 2 75 86-451 bzw. 01 73 / 9 23 47 47.




Jahresbericht 2006

Titelseite des Jahresberichtes 2006, Wildkatze als Titelbild

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