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14. Februar 2008

CDU-Hessen will Gentechnikgesetz von CSU-Agrarminister Horst Seehofer stoppen. BUND für Kennzeichnung „ohne Gentechnik“

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die hessische Landesregierung aufgefordert, ihren für morgen geplanten Bundesratsantrag zur Anrufung des Vermittlungsausschusses beim Gentechnikgesetz zurückzuziehen. Einzige Absicht Hessens sei, über diesen Antrag die künftig erleichterte Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Label „ohne Gentechnik“ zu verhindern. Der BUND sieht in einer solchen Kennzeichnung hingegen eine große Chance, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu begrenzen. Die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ werde den Markt für gentechnikfreie Futtermittel stärken. Künftig hätten die Verbraucherinnen und Verbraucher endlich eine Wahlmöglichkeit zwischen tierischen Erzeugnissen wie Fleisch, Milch und Eiern mit oder ohne Gentechnik.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: „Die Gentechnikindustrie hat in den CDU-geführten Bundesländern intensiv Stimmung gemacht gegen die neue Kennzeichnung. Ausgerechnet die abgewirtschaftete Koch-Regierung aus Hessen fällt jetzt dem unionsgeführten Bundeslandwirtschaftsministerium in den Rücken und will das Gesetz blockieren. Wenn die Kennzeichnung `ohne Gentechnik` gekippt wird, erweist Hessen den deutschen Verbrauchern einen Bärendienst. Dann müssen sie weiter im Dunkeln tappen und wissen nicht, was sie da eigentlich auf dem Teller haben.“

Besonders absurd sei die Begründung der hessischen Landesregierung, sie wolle mit ihrem Verhalten die Verbraucherinnen und Verbraucher vor einer Absenkung von Gesetzesstandards bei Futtermitteln bewahren. Es seien gerade CDU/CSU-geführte Landesregierungen und die Bundesregierung gewesen, die sich einer transparenten Kennzeichnung tierischer Produkte, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Futterpflanzen erzeugt werden, verweigert hätten.

Pressekontakt: Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des BUND, Tel. 0 30 / 2 75 86-456 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/489, Fax: -440, presse@bund.net




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