Treff der weltgrößten Klimasünder auf Hawaii. BUND: USA und andere müssen beim Kyoto-II-Abkommen mitmachen
Berlin: Zum wiederholten Treffen der 16 Staaten mit den größten Treibhausgasemissionen, an dem auf Einladung der USA ab heute auf Hawaii auch der Staatssekretär aus dem Bundesumweltministerium Matthias Machnig teilnimmt, erklärt Klaus Brunsmeier, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Diese Treffen dürfen nicht dazu führen, dass die USA und andere Umweltsünder wie Japan sich aus den Klimaschutzverhandlungen auf UN-Ebene verabschieden. Alle Erfahrungen zeigen, dass freiwillige Vereinbarungen zur Minderung der Treibhausgase, wie sie George W. Bush vorschlägt, nicht eingehalten wurden. Nur wenn auch die USA endlich verbindliche Klimaschutzziele zusagen, wird das Treffen von Hawaii Bewegung in die schwierigen internationalen Verhandlungen bringen.“
Bis 2050 müsse der CO2-Ausstoß weltweit mindestens halbiert werden, damit die Erwärmung der Erdatmosphäre unter zwei Grad gehalten werden könne. Geschehe dies nicht, werde es künftig häufiger dramatische Folgen wie Überschwemmungen, Dürren und andere Wetterextreme geben.
Die Industriestaaten müssten ihren Energieverbrauch entscheidend drosseln und Anpassungsmaßnahmen der am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen mitfinanzieren.
Weltgrößter „Klimasünder“ sind nach wie vor mit Abstand die USA, gefolgt von China, Russland, Indien, Japan und Deutschland. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch eines US-Bürgers liegt mit 20 Tonnen CO2 im Jahr weit vor dem Pro-Kopf-Verbrauch in China, der bei rund 3,5 Tonnen liegt. Zwischen 1990 und 2005 stiegen die CO2-Emissionen der Vereinigten Staaten um 15,7 Prozent. Pro Jahr emittieren sie über sieben Milliarden Tonnen Kohlendioxid.
Pressekontakt: Antje von Broock, Referentin für Internationale Umweltpolitik des BUND bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/489, Fax: -449 presse@bund.net