BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


17. Juni 2008

Zu den heute von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellten Ergebnissen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms erklärt Bernd Rainer Müller, BUND-Experte für Elektrosmog:

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bewertet die Ergebnisse des Mobilfunkforschungsprogramms sehr zwiespältig. So sei es höchste Zeit, dass die Risiken und Nebenwirkungen des Mobilfunks endlich konsequent untersucht und die Wirkungsmechanismen aufgedeckt würden. Andererseits würden die Hinweise von Betroffenen und Ärzten auf solche Nebenwirkungen nicht ernst genommen und oft als Einbildung abgetan. Dringend erforderlich sei jetzt eine qualifizierte und offene Auseinandersetzung auch mit Umweltverbänden und Betroffenen um die Höhe der noch zulässigen Strahlenbelastung durch den Mobilfunk sowie das Ausloten daraus folgender Konsequenzen. Dieser Prozess müsse am Ende zu verbindlichen Ergebnissen führen.

Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte: „Leider sind bisher keine grundlegenden Studien zu den Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auf elektrosensible Menschen durchgeführt worden. Auch die großen Unterschiede zwischen den Wirkungen auf Kinder bzw. auf Erwachsene finden bisher weder in den Messvorschriften noch in den daraus abgeleiteten Empfehlungen zum Schutz vor Strahlung Berücksichtigung. Solange es keine kindgerechten Schutzstandards für die Nutzung von Mobiltelefonen gibt, fordern wir deshalb für Kinder ein Verbot der Nutzung von Handys.“

Pressekontakt: Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte, Tel. 0 52 32 / 92 90 45 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle: Tel. 03 0 / 2 75 86 - 425, presse@bund.net


Quelle: http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/zu-den-heute-von-bundesumweltminister-sigmar-gabriel-vorgestellten-ergebnissen-des-deutschen-mobilfu/