18. Juli 2007
Vattenfall: Neue Personen lösen keine alten Sicherheitsprobleme
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärte nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall, Klaus Rauscher, dass das Auswechseln von Personen keine Sicherheitsprobleme löse. Vattenfall versuche die Öffentlichkeit zu beruhigen. Eine substanzielle Änderung der Konzernpolitik sei nicht zu erkennen.
Gerhard Timm, BUND-Geschäftsführer: „Der Austausch von Personen reicht nicht. Das Problem bei Vattenfall ist die mangelhafte Sicherheitskultur. An der Bedrohung der Bevölkerung durch gefährliche AKW ändert sich nur etwas, wenn diese vom Netz genommen werden.“ Der BUND fordere deshalb die Reaktoraufsichtsbehörden in Kiel und Berlin auf, Vattenfall die Betriebserlaubnis zu entziehen.
„Es geht darum, das AKW Brunsbüttel stillzulegen und das AKW Krümmel nicht wieder ans Netz zu lassen“, so Timm.
Der BUND kritisierte, dass sich der Chef des Vattenfall-Konzerns Lars G. Josefsson jetzt als Saubermann darstelle. Auch nach den schweren Störfällen in Brunsbüttel 2001 und in Forsmark 2006 seien Personalwechsel vorgenommen worden. Am Sicherheitsproblem bei Vattenfall habe sich dadurch nichts erkennbar geändert. Verantwortlich für die Störfälle in Schweden und Deutschland sei Vattenfall-Chef Josefsson.
Timm: „Herr Josefsson ist nach Ansicht des BUND verantwortlich für die schlechte Sicherheitskultur bei Vattenfall. Deshalb ist er als Chef eines großen Energiekonzerns und als Klimaschutzberater der deutschen Bundesregierung nicht mehr tragbar.“
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