25. November 2002
Für ökologische Verkehrswende und gentech-freie Lebensmittel / BUND beschließt neue Kampagnen
Eine an ökologischen Zielen ausgerichtete Verkehrspolitik und die Fortführung der Agrarwende sind die Hauptthemen, mit denen sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in den kommenden Jahren befassen will. Neue Weichenstellungen im Verkehrssektor seien entscheidend für das Erreichen der deutschen Klimaschutzziele. Weitere Reformen im Agrarbereich dienten dem Verbraucher- und dem Tierschutz. Deshalb will der BUND seine Kräfte in beiden Kampagnen bündeln. Das beschlossen rund 150 Delegierte des Umweltverbandes bei ihrer jährlichen Hauptversammlung im hessischen Bad Hersfeld.
BUND-Vorstandsvorsitzende Angelika Zahrnt: „Die Verkehrspolitik in Deutschland darf nicht auf Autobahnbau und wenige teure Prestigevorhaben reduziert werden. Der Bundesverkehrswegeplan braucht dringend eine ökologische Runderneuerung. Hier muss Bundesverkehrsminister Stolpe jetzt Flagge zeigen. Beim Thema Landwirtschaft wollen wir Bundesagrarministerin Künast beim Wort nehmen, die Massentierhaltung abzubauen und das Recht auf gentech-freie Lebensmittel zu sichern.
Die rot-grünen Vereinbarungen zur Umweltpolitik enthielten eine Reihe politischer Konflikte, bei denen Nicht-Regierungs-Organisationen wie der BUND gefordert seien. Reformbedarf gebe es vor allem bei der Ökosteuer, bei Energiefragen und beim Hochwasserschutz. Positiv werde die von der Bundesregierung beabsichtigte Novelle des Fluglärmgesetzes, die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Bahntickets und der Stopp des Ausbaus von Elbe, Saale und Donau bewertet. Der BUND unterstütze außerdem das Vorhaben, ein Verbraucher-informationsgesetz zu verabschieden, das die Auskunftsrechte der Bürger gegenüber Behörden und Firmen stärken soll.
Der BUND gehört mit rund 260 000 Mitgliedern in 16 Landesverbänden, zirka 100 000 Förderinnen und Förderern und einem Jahresbudget von rund 13 Millionen Euro zu den größten deutschen Umweltverbänden.
Weitere Informationen: BUND-Öffentlichkeitsarbeit, Leiter Dr. Norbert Franck, Tel. in Bad Hersfeld: 0178-4591528 bzw. BUND-Pressestelle, Rüdiger Rosenthal, Tel: 030-27586-425/-489, Fax: -449, mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net Sie möchten regelmäßig und automatisch die Pressemitteilungen des BUND-Bundesverbandes erhalten? BUNDpressemitteilungen abonnieren