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18. Mai 2004

Für eine Zukunft ohne Gift. BUND startet Offensive gegen gefährliche Chemikalien

Chemikalien sind allgegenwärtig - sie stecken in Möbeln und Kleidung, in Kosmetik und im Essen. Menschen nehmen im Laufe ihres Lebens immer mehr giftige Substanzen auf, die sich nicht abbauen.

Die Folgen: erhöhtes Krebsrisiko, Allergien, Entwicklungsstörungen, Unfruchtbarkeit. Die genauen Zusammenhänge zwischen Chemikalien und Erkrankungen sind kaum erforscht. 95 Prozent der weltweit vermarkteten Stoffe wurden vorher nicht auf mögliche Umwelt- und Gesundheitsgefahren hin untersucht.

Damit sich daran etwas ändert, wirbt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für eine Zukunft ohne giftige Chemikalien - mit politischen Aktionen und einer Medienkampagne. Aktueller Anlass ist die Debatte über eine neue europäische Chemikalienpolitik. Unterstützt wird der BUND von der Hamburger Kreativ-Agentur Red Rabbit, die das Material mitgestaltet hat.

Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Schadstoffe haben in Tagescremes, Babyfläschchen oder T-Shirts nichts zu suchen. Wir wollen sichere Chemieprodukte und mehr Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Deshalb machen wir auf die Gefahren aufmerksam und üben Druck auf die Politik aus. Denn die hat es jetzt in der Hand, in Europa die Weichen für eine vorsorgende Chemikalienpolitik zu stellen."

Das Europaparlament und die EU-Mitgliedsstaaten beraten derzeit über ein Gesetz zur Reform der Chemikalienpolitik mit dem Namen REACH: Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien.

Die Industrie soll Daten über die Sicherheit ihrer bereits auf dem Markt befindlichen Stoffe nachreichen und veröffentlichen. Gefährliche Chemikalien sollen möglichst durch sichere Alternativen ersetzt werden. Die Chemieindustrie läuft dagegen Sturm und droht das Gesetz aus angeblichen Kostengründen zu kippen.

Das Startmotiv der BUND-Offensive zeigt, welche Folgen mangelnder Schutz vor gefährlichen chemischen Substanzen hat: Menschen reichern "Sondermüll" in ihrem Körper an. Printmedien und ein Internetauftritt zeigen, wo die Chemikalien im Alltag versteckt sind, was sie anrichten und wie sie sich vermeiden lassen.

Dominik Monheim, Creative Director von Red Rabbit: "Unsere Kampagne thematisiert den Zynismus der Industrie, mit dem in Kauf genommen wird, dass wir uns schleichend mit ihren Produkten vergiften. Sehr ästhetisch von der bekannten Hamburger Fotografin Andres Kueppers in Szene gesetzt, zeigen die Motive die Verletzlichkeit des Menschen."

Für die Wahlen zum Europäischen Parlament am 13. Juni ruft der BUND die Verbraucherinnen und Verbraucher auf, mit Mails und Postkarten bei den Kandidaten eine vorsorgende Chemikalienpolitik einzufordern. Weitere Informationen zur BUND-Offensive im Netz unter: www.bundgegengift.de. Dort finden Sie auch druckfähige Illustrationen.

Kontakt: Philipp Prein, BUND-Pressestelle, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Tel: 030-27586-464, -489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




Jahresbericht 2007

Titelseite des Jahresberichtes 2007, Libelle als Titelbild

Einblicke in die Arbeit des BUND, seine Einnahmen und Ausgaben, die Zahl seiner Mitglieder und Förderer – das alles und noch viel mehr finden Sie im

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