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15. Juni 2006

Europa braucht Visionen zum Schutz der Umwelt

Anlässlich des Treffens des Europäischen Rats haben die Umweltverbände BUND, DNR und NABU Angela Merkel aufgefordert, sich für eine anspruchsvolle EU-Nach­hal­tig­keitsstrategie einzusetzen. In einem Brief an die Bundeskanzlerin fordern die Verbände als Ziele einer Europäischen Nachhaltigkeitsstrategie die Reduktion des Ressourceneinsatzes um jährlich drei Prozent, die Besteuerung des Energie- und Rohstoffverbrauchs bei gleichzeitiger Senkung der Lohnnebenkosten und eine Strategie zum Stopp des Artensterbens bis 2010.

Um die Ressourceneffizienz zu erhöhen müssten erneuerbare Energien, nachhaltige Formen der Flächennutzung und neue Umwelttechnologien stärker gefördert werden. Durch eine Verlagerung der steuerlichen Belastung von der Arbeit zum Rohstoffverbrauch könnte die EU-Nachhaltigkeitsstrategie zusätzlich hunderttausende Jobs schaffen.

„Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: „Nur durch konsequentes Handeln kann die EU die Zerstörung der natürlichen Ressourcen stoppen. Wir begrüßen, dass die vorliegende EU-Nach­haltig­­keitsstrategie erstmalig die Notwendigkeit einer Entkoppelung von Verkehrsleistungen und Ressourcenverbrauch anerkennt. Sehr positiv zu bewerten ist auch die Einführung eines Kapitels über nachhaltige Produktions- und Konsummuster.“

Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: „Mit der heutigen EU-Industriepolitik werden zuwenig zukunftsfähige Jobs geschaffen. Der Klimawandel, der erforderliche Umstieg auf erneuerbare Energien, die Begrenzung des Verkehrswachstums - all das sind Probleme, auf die Europa noch keine Antworten hat. Die Idee der Nachhaltigkeit muss in alle Politikfelder integriert werden, damit sie tatsächlich Wirkung hat.“

DNR-Präsident Hubert Weinzierl: „Eine starke und ambitionierte europäische Strategie für nachhaltige Entwicklung würde den Bürgern der Europäischen Union zeigen, dass die EU alle dringenden Herausforderungen ernst nimmt - die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen - und entsprechend konsequente und langfristige Maßnahmen durchführen will, um diese zu bewältigen.“

Der gemeinsame Brief an Bundeskanzlerin Merkel.

Pressekontakt: BUND-Pressestelle: Rüdiger Rosenthal, Tel: 030-27586-425, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net, NABU-Pressestelle: Kathrin Klinkusch, Tel: 030-284984-23, Fax: -84, Fax: -84, E-Mail: presse@nabu.de, www.nabu.de, DNR-Pressestelle: Helga Inden-Heinrich, Tel. 0228-359005, Fax: -96, Mobil: 0175-5724843, E-Mail: helga.inden-heinrich@dnr.de, www.dnr.de




Jahresbericht 2007

Titelseite des Jahresberichtes 2007, Libelle als Titelbild

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