19. Juli 2007
Baden-Württemberger bluten für Stuttgart 21. Prestigeobjekt mit fraglichem Nutzen und hohem Risiko
Stuttgart: Als finanziellen Kniefall und Mogelpackung charakterisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, die heutige Einigung von Bund, Land und Bahn zur Realisierung von Stuttgart 21.
"Oettingers Prestigeprojekt kostet den Steuerzahler in Baden-Württemberg fast drei Milliarden Euro", kritisiert die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. Baden-Württemberg zahle 950 Millionen Euro für die Neubaustrecke nach Ulm und das Land Baden-Württemberg, die Region und Stadt Stuttgart zahlen 1,2 Milliarden Euro für Stuttgart 21. Baden-Württemberg übernimmt außerdem den größten Teil des Baukostenrisikos. Dieses Risiko ist nach Ansicht des BUND unverantwortlich hoch.
"Mit Stuttgart 21 bindet sich das Land finanziell bis zur geplanten Fertigstellung des Gesamtprojektes 2018. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlen die Gelder für Maßnahmen zur Verbesserung des Bahnverkehrs im übrigen Land. Auch wird sich das Land keine nennenswerten Beiträge in den Bereichen Biodiversität und Klimaschutz mehr leisten können. Das ganze Geld steckt dann schon in einem Projekt mit fraglichem Nutzen."
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