BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


27. November 2006

BUND warnt zum Weihnachtseinkauf vor gesundheitsschädlichen Parfüms

Berlin: Beim Weihnachtseinkauf sollte man von so genannten Designerparfüms besser die Finger lassen. Darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) anlässlich der heute von der Zeitschrift Ökotest veröffentlichten Untersuchung zu Schadstoffen in Parfüms hin. Danach enthielten 29 von 30 getesteten Düften polyzyklische Moschusverbindungen. Diese Schadstoffe können in der Umwelt nicht abgebaut werden und reichern sich im menschlichen Fettgewebe an. Viele Moschusverbindungen können Allergien auslösen. Ihre Langzeitwirkungen sind kaum erforscht. In 21 Produkten sei zudem der Weichmacher Diethylphthalat nachgewiesen worden. Dieser steht im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen und die Leber zu schädigen.

Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: „Die Ergebnisse von Ökotest für Designerparfüms sind katastrophal. In fast allen untersuchten Produkten sind schädliche Chemikalien enthalten, die über die Haut direkt in den Körper gelangen können. Zum Schutz unserer Gesundheit muss der Gesetzgeber endlich dafür sorgen, dass gefährliche Substanzen aus allen Kosmetika verschwinden.“

Dringend erforderlich sei, dass die EU die Chemikalienreform REACH (REACH steht für Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) im Sinne des vorbeugenden Gesundheits- und Umweltschutzes nachbessere und bis Ende dieses Jahres verabschiede. Wenn sichere Alternativen vorhanden sind, müssten gefährliche Chemikalien ersetzt werden. Außerdem müssten Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend darüber informiert werden, in welchen Produkten gesundheitsschädliche Stoffe enthalten seien.

Die ausführlichen Ergebnisse des Produkttests sind im neuen Öko-Test-Magazin 12/2006 erschienen.

Pressekontakt: Almut Gaude, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-464/-489, Mobil: 01 63 / 6 07 90 90, E-Mail: presse@bund.net


Quelle: http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/autoindustrie-blockiert-eu-verbrauchslimits-bund-kritisiert-mercedes-benz-politik-und-startet-we/