11. Januar 2005
25 Jahre Grüne Partei. BUND wünscht: Erfolge ausbauen und Konflikte nicht scheuen
Anlässlich des 25. Jahrestages der Gründung der Grünen am 12.1.1980 gratulierte Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), in einem Brief den Parteivorsitzenden Claudia Roth und Reinhard Bütikofer. Erfreulich sei die nunmehr ein Vierteljahrhundert dauernde Existenz einer Partei, die aus der Umwelt-, der Friedens-, Frauen- und der DDR-Bürgerrechtsbewegung hervorgegangen sei und "mehr als nur Bestand" habe. Die Vorsitzende hob in ihrem Glückwunschschreiben hervor, dass Bündnis 90/Die Grünen einige Erfolge vorzuweisen habe. Regenerative Energien würden nun stärker gefördert, die ökologische Steuerreform sowie eine Wende in der Agrarpolitik seien eingeleitet und das Naturschutzgesetz umfassend reformiert worden.
Zugleich betonte Zahrnt, dass "vieles nur halbherzig angepackt" worden sei. Es fehle noch immer ein Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik, der angekündigte Atomausstieg sei inkonsequent und die vorgesehene Reform der Chemiepolitik ungenügend. Die Rot-Grüne Regierung biete trotz ihres Bekenntnisses zur Nachhaltigkeit "keine Politik aus einem Guss". Neben Erfolgen stünden Enttäuschungen, neben Fortschritt stehe Stagnation. Der BUND vermisse heute, was Bündnis 90/Die Grünen viele Jahre ausgezeichnet habe. Dazu gehöre die Fähigkeit, Zukunftsentwürfe zu entwickeln und politische Bündnisse zu organisieren, die Druck auf die Politik machten.
Zahrnt: "Wir erwarten von Bündnis 90/Die Grünen, dass sie die Regierungsarbeit an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung ausrichtet. Die grüne Partei wird auch künftig die Umweltbewegung an ihrer Seite finden, wenn sie - beispielsweise - zur Erreichung des nationalen Klimaziels auf politische Taten statt auf das Prinzip Hoffnung setzt. Sie wird wie jede andere Partei kritisiert, wenn sie nicht konsequent handelt und - beispielsweise - nicht auf die Weiterentwicklung der ökologischen Finanzreform drängt."
Den Jubiläumsbrief finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/jubilaeumsbrief.pdf
Pressekontakt: Norbert Franck, Leiter der BUND-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030-27586-489/-425, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net