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25. Mai 2004

100 000 Unterschriften gegen WTO - Attac und BUND fordern Umweltschutz vor Freihandel

Über 100 000 Unterschriften aus aller Welt haben heute Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerks Attac und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf übergeben.

Gemeinsam mit verbündeten Organisationen forderten sie die WTO auf, allen Ländern das Recht zuzugestehen, die eigenen Bürger und die Umwelt vor den Gefahren von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und Pflanzen zu schützen. Bei der Übergabe hielten sie Banner mit der Aufschrift „WTO - Hände weg von unserer Nahrung!" und „WTO - umweltschädlich".

Hintergrund der Aktion ist eine Klage der USA, Kanadas und Argentiniens vor der WTO. Die Beweisaufnahme in diesem Rechtsstreit wurde am heutigen Dienstag abgeschlossen. Die drei Länder beschuldigen die EU, den Handel mit gentechnisch veränderten Pflanzen und Nahrungsmitteln zu behindern.

Markus Steigenberger, Handelsexperte des BUND: „Weder die WTO noch die USA oder die Gentech-Konzerne haben das Recht, irgendeinem Land gentechnisch veränderte Produkte aufzuzwingen. Wir wollen selbst bestimmen, was wir essen."

Zeitgleich eröffnete die WTO ein Symposium, bei der sie den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sucht. „Durch solche Alibi-Veranstaltungen kann die WTO nicht ihre zahlreichen Legitimationsdefizite wettmachen. Dieser Streitfall macht anschaulich, wie undemokratisch die WTO funktioniert und wie tief dieser Machtapparat in unser tägliches Leben eingreift", kritisierte Cornelia Reetz von Attac.

Die Übergabe der Unterschriften ist ein vorläufiger Höhepunkt der weltweiten „Bite-Back-Kampagne", die in Deutschland von Attac, dem BUND und der BUNDjugend unter dem Namen „GENug-WTO" durchgeführt wird. Initiiert wurde die Kampagne von Friends for the Earth, dem größten internationalen Netzwerk von Umweltorganisationen mit Mitgliedsverbänden in 68 Ländern. Der BUND ist die deutsche Sektion von Friends of the Earth.

Weitere Informationen: Homepage der Kampagne

Für Rückfragen vor Ort in Genf:

Markus Steigenberger, BUND-Kampagnenkoordinator, Tel. 0173-9234747

Cornelia Reetz, Attac-Kampagnenkoordinatorin, Tel. 0171-8347983




Jahresbericht 2007

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