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29. August 2008

Merkels Grundsteinlegung für Kohlekraftwerk Hamm untergräbt Deutschlands Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz

Berlin/Düsseldorf: Zur heutigen Grundsteinlegung für ein 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerk der RWE im nordrheinwestfälischen Hamm durch Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt Klaus Brunsmeier, Vize-Chef des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Bei internationalen Umweltgipfeln inszeniert sich Kanzlerin Merkel gern als Vorreiterin beim Klimaschutz. Zu Hause aber zelebriert sie den Bau neuer CO2-Dreckschleudern, mit denen Deutschlands Klimaschutzziele unerreichbar werden. Gegen die unverantwortlichen Fehlinvestitionen in neue Kohlekraftwerke werden wir uns auf Bundes- und Länderebene gemeinsam mit den Bürgerinitiativen vor Ort vehement zur Wehr setzen.“

Insgesamt seien in Deutschland rund 30 neue Kohlekraftwerke in Planung. Bei einer Lebensdauer der Anlagen von 40-50 Jahren würde eine Umsetzung dieser Pläne CO2-Emissionen verursachen, die die deutschen Klimaschutzziele hinfällig werden ließen. Entsprechend dieser Ziele dürfe der gesamte Energiesektor Mitte dieses Jahrhunderts nur noch etwa 80 Millionen Tonnen CO2- pro Jahr emittieren, allein die geplanten neuen Kohlekraftwerke würden dann jedoch insgesamt jährlich über 180 Millionen Tonnen ausstoßen.

Nordrhein-Westfalen sei mit einem Ausstoß von jährlich 177 Millionen Tonnen CO2- aus Kraftwerken und einem Kohlendioxidausstoß von insgesamt rund 300 Millionen Tonnen bereits jetzt Deutschlands Klimakiller-Land Nummer Eins. Allein in diesem Bundesland seien derzeit weitere 11 Braun- und Steinkohlekraftwerke in Bau oder Planung, die unter Berücksichtigung der unverbindlichen Stilllegungspläne für Altanlagen netto bis zu 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich ausstoßen würden.

Pressekontakt: Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter NRW, Tel. 02 11 / 30 20 05-22, Mobil: 0172-2929733 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425, Fax: -440, E-Mail: presse@bund.net




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