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4. April 2008

Stopp der Biosprit-Verordnung überfällig. Jetzt Autoindustrie in die Pflicht nehmen

Berlin: Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), begrüßte die von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigte Senkung der Beimischungsquote für Agrosprit und forderte als nächsten Schritt, die Quote komplett abzuschaffen. Der Beimischungszwang sei klima- und umweltschädlich, solange nicht sichergestellt sei, dass Energiepflanzen nach strengen ökologischen Kriterien angebaut würden.

Um eine Senkung der Treibhausgase im Verkehrsbereich zu erreichen, müsse die Bundesregierung jetzt die Autoindustrie in die Pflicht nehmen, sparsamere Autos zu bauen. Weiger: "Die Autohersteller müssen den Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen entsprechend den Plänen der EU-Kommission auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer nur mit technischen Maßnahmen senken. Dieser Wert darf nicht über das Anrechnen einer Agrospritquote erreicht werden. Viel wichtiger ist die Entwicklung effizienterer Motoren und leichterer Fahrzeuge."

An die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet forderte Weiger, sie müsse endlich aufhören, auf europäischer Ebene die ehrgeizigen Klimaschutzziele im Verkehrsbereich zu torpedieren. Ihr Versuch, die EU-Vorgaben zur Reduzierung des Spritverbrauchs deutscher Luxusautos aufzuweichen, schade dem Klimaschutz.

Pressekontakt: Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel. 0 30 / 2 75 86-435 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/-489, Fax: -440, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51,presse@bund.net

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