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24. Oktober 2007

Bundestag muss Novelle der Verpackungsverordnung beschließen

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Abgeordneten des Deutschen Bundestages aufgefordert, in der morgigen Parlamentssitzung die Novelle der Verpackungsverordnung zu beschließen. Damit werde die stoffliche Verwertung von Verpackungsmüll gestärkt. Laut Novelle sollen künftig alle Händler und Hersteller für die Entsorgung von in Umlauf gebrachten Verpackungen zahlen. Der Anteil an unbezahlten Verpackungsabfällen in der Gelben Tonne sei durch Trittbrettfahrer stetig gestiegen und liege bereits bei rund 30 Prozent. So sei eine große Finanzierungslücke entstanden, die dringend geschlossen werden müsse. Die Erfassung und Verwertung von Rohstoffen müsse künftig generell ausgebaut und weit effizienter werden, forderte der Umweltverband. Nur so könnten Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt werden.

Hartmut Hoffmann, BUND-Abfallexperte: „Nicht bei der Technik sondern bei der Finanzierung hapert es bei beim Grünen Punkt. Immer mehr Trittbrettfahrer entsorgen auf Kosten der Dualen Systeme ihren Müll. Mit der neuen Verordnung sind wir zwar noch nicht am Ziel einer Kreislaufwirtschaft, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Vorschläge, Verpackungsabfälle zu verbrennen, seien keine Alternative zum Grünen Punkt. Dabei gehe unterm Strich mehr Energie verloren als beim Recycling.

Hoffmann: „Wirtschaftsminister Michael Glos hatte der Novellierung der Verpackungsverordnung im Kabinett bereits zugestimmt und darf diese Position jetzt nicht aufgeben. Es wäre töricht, das Vorhandene abzuschaffen, während etwas Neues erst mühsam aufgebaut werden müsste. Das Sammeln von Altglas und Altpapier funktioniert in Deutschland seit Jahren. Die Bürgerinnen und Bürger sind bereit, angesichts von knapper werdenden Ressourcen und wachsenden Umweltproblemen sich am Recycling zu beteiligen.“

Nicht zu unterschätzen sei zudem der Beitrag der Abfallwirtschaft zur Außenhandelsbilanz. Durch Recycling werden teure Importe vor allem von Metallen und Energierohstoffen aus dem Ausland eingespart, deren Wert das Institut der Deutschen Wirtschaft auf jährlich 3,7 Milliarden Euro beziffert.

Pressekontakt: Hartmut Hoffmann, BUND-Abfallexperte, Tel. 09 11 / 4 39 45 27 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 030 / 2 75 86-464, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




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