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2. Mai 2007

80 Prozent der heimischen Falter bedroht. BUND startet Schmetterlingszählungen

Berlin: Im dritten Jahr in Folge startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am kommenden Wochenende eine bundesweite Zählung von Schmetterlingen. Erwartet wird, dass sich wie in den Vorjahren tausende Teilnehmer daran beteiligen. Über die Aktion und die Ergebnisse der Zählung berichtet auch die Zeitschrift „National Geographic Deutschland“ in der aktuellen und in den kommenden Ausgaben.

Von 190 in Deutschland heimischen Tagfalterarten sind bereits 80 Prozent bedroht und stehen auf der Roten Liste. Darunter so bekannte Schmetterlinge wie der Apollo- und der Segelfalter. Waren in den zurück liegenden Jahrzehnten vor allem Umwelt- und Agrargifte und die Vernichtung von Lebensräumen verantwortlich, sieht der BUND inzwischen auch den Klimawandel als Ursache dafür.

„Die Erderwärmung und der Flächenverbrauch setzen den empfindlichen Schmetterlingen spürbar zu“, sagt Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND. „Um die Gefährdung der schönen Flieger deutlich zu machen, starten wir am kommenden Samstag erneut die `Volkszählung der Schmetterlinge`. Teilnehmen können alle Naturinteressierten. Die erforderlichen Informationsmaterialien bieten unsere rund zweitausend BUND-Gruppen und unsere Homepage im Internet.“

Zur Teilnahme seien keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich, die Beobachtung beschränke sich auf leicht erkennbare Arten. Beim Wandern im Grünen, im Garten oder im Stadtpark könnten Tagpfauenauge, Admiral, Zitronenfalter und andere Arten gezählt und anschließend gemeldet werden. Im Internet würden die Zahlen veröffentlicht. Die Zählung liefere einen Überblick, wo es welche Falter gebe und auch, wo keine mehr gesichtet würden. Die Beobachtungen würden in eine internationale Untersuchung über die Verbreitung von Schmetterlingen einfließen.

„Wer zum Überleben der bunten Flugkünstler beitragen will, kann das durch geeignete Bepflanzungen im Garten oder den Verzicht auf Pestizide und andere chemische Gifte tun“, so der Biologe Mark Hörstermann vom BUND: „Wollen wir uns auch künftig an Schmetterlingen erfreuen, müssen wir den Klimawandel bremsen und die Umwelt auf vielfältige Weise schützen.“

Zum Schutz der Schmetterlinge hatte der BUND erstmals vor zwei Jahren deutschlandweite „Faltertage“ ausgerufen. Beim „Zweiten Internationalen Faltertag“ am 23. und 24. Juni dieses Jahres rufen auch europäische Umweltorganisationen zu Zählungen und Hilfsaktionen für Schmetterlinge auf. „Unserer Initiative sind bereits Österreich, die Schweiz, Italien und Zypern gefolgt. Damit haben wir ein Netz zum Schmetterlingsschutz in Europa geknüpft, an dem sich jeder ohne großen Aufwand beteiligen kann“, so Hörstermann.

Pressekontakt: Mark Hörstermann, Kommunikation BUND-Naturschutzprojekte, E-Mail: mark.hoerstermann@bund.net bzw. Tel. 0 30 / 75 86-475, Fax. 0 30 / 2 75 86-440




Jahresbericht 2007

Titelseite des Jahresberichtes 2007, Libelle als Titelbild

Einblicke in die Arbeit des BUND, seine Einnahmen und Ausgaben, die Zahl seiner Mitglieder und Förderer – das alles und noch viel mehr finden Sie im

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