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14. März 2007

Umweltministertreffen der G8 plus G5: Industriestaaten müssen beim Klimaschutz voranschreiten

Berlin: Unmittelbar vor dem Treffen der G8-Umweltminister mit den Umweltministern der fünf wichtigsten Schwellenländer China, Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirksame Beschlüsse für den globalen Klimaschutz. In gemeinsamer Verantwortung müssten die Entwicklungsländer vor allem beim Ausbau erneuerbarer Energien und der effizienteren Nutzung der Energie unterstützt werden.

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: "Wenn die großen Industrieländer ehrgeizig vorangehen, werden auch die Schwellenländer beim Klimaschutz zum Handeln motiviert. Die G8-Staaten sind in der Pflicht, den Entwicklungsländern Zugang zum technologischen Fortschritt zu eröffnen und sie beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen, damit sie die in den Industriestaaten gemachten Fehler nicht wiederholen."

Um katastrophale Klimafolgen für die Weltgemeinschaft abzuwenden, müssten die Industriestaaten ihre Treibhausgase um 30 Prozent bis 2020 und um 80 Prozent bis 2050 reduzieren. Weltweit sei bis 2050 eine Reduktion der Emissionen um 50 Prozent notwendig. Dieses Ziel sei nur zu erreichen, wenn die Schwellenländer in ein wirksames Klimaschutzabkommen einbezogen würden.

Zahrnt: "Für mehr Klimaschutz sind globale Vereinbarungen erforderlich, mit denen der Energieverbrauch eingedämmt werden kann. Gleichzeitig müssen die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Zögerlichkeit und faule Kompromisse kann sich die Weltgemeinschaft nicht mehr erlauben, wenn die Erderwärmung in diesem Jahrhundert auf maximal zwei Grad begrenzt werden soll. Deshalb müssen Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Klimaschutzprotokoll jetzt beginnen. Die G8 tragen die Hauptverantwortung dafür, dass sie erfolgreich sein werden."

Pressekontakt: Antje von Broock, Referentin für Internationale Umweltpolitik, Tel. 030-27586-468, bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-464, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




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