9. März 2007
Riesige Energie-Europafahne bei EU-Gipfel. BUND und FOE demonstrieren für mehr Klimaschutz
Brüssel: Während auf dem EU-Frühjahrsgipfel die Staats- und Regierungschefs über die europäische Energiepolitik verhandelten, demonstrierten Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seiner Dachorganisation Friends of the Earth heute mit einer haushohen EU-Flagge nahe dem Konferenzgebäude für ambitionierte Klimaschutzziele. Transparente in verschiedenen Sprachen forderten "Klimawandel stoppen!", "Schluss mit der Energieverschwendung!" und "Erneuerbare Energien ausbauen!".
Hunderte blau gekleidete Umweltaktivisten aus 15 EU-Staaten bildeten auf einem Baugerüst stehend die EU-Flagge. Auf große gelbe Europasterne waren Energiesparlampen, Windräder, Sonnen sowie durchkreuzte Ölfässer, Atomzeichen und Kohlebagger aufgemalt. Die Sterne trugen Unterschriften, die in den zurückliegenden Wochen in europäischen Hauptstädten, u.a. auch in Berlin, gesammelt worden sind. Viele Tausende Europäer bekannten sich damit zu erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und einer Energiepolitik ohne Kohle- und Atomstrom.
Gerhard Timm, Geschäftsführer des BUND: "Aktuelle europäische Meinungsumfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Menschen sich wegen des Klimawandels ernsthaft Sorgen macht. Die Bürgerinnen und Bürger der EU erwarten von den 27 Staats- und Regierungschefs ehrgeizige Schritte im Kampf gegen die globale Erwärmung. Deshalb ist die Festlegung des bindenden Ziels von 20% Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 ein wichtiger, wenn auch nicht ausreichend ambitionierter Schritt für Europa. Ein Dämpfer sind zudem die Zugeständnisse, was die zukünftige Rolle der Atomenergie angeht. Auch 20% als Reduktionsziel für Treibhausgase geht nicht weit genug: Für wirkungsvollen Klimaschutz hätte man ein Reduktionsziel von 30% beschließen müssen."
Pressekontakt: Antje von Broock in Brüssel, Referentin für Internationale Umweltpolitik des BUND, Mobil: 00 49 / 1 77 / 7 19 31 80 bzw. Rosemary Hall, Pressesprecherin von FOE Europe, Mobil: 00 32 / 3 24 85 93 05 15 oder Thorben Becker, BUND-Klimaexperte, Tel. 01 71 / 6 06 52 25, bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net