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28. Februar 2007

Audi-Gewinne steigen - auf Kosten der Umwelt. Keine CO2-Minderung, kein Klimaschutz

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte den Ingolstädter Autobauer Audi anlässlich seiner heutigen Jahrespressekonferenz dazu auf, sich endlich seiner Verantwortung für den Klimaschutz zu stellen. Bei der Entwicklung Sprit sparender und umwelt­freundlicher Autos sei das Unternehmen leider kein Vorbild. Nach den bislang vorliegenden Daten des Kraftfahrtbundesamtes seien die Klimagas-Emissionen der Audi-Neuwagenflotte zwischen 2001 und 2005 nicht gesunken und zuletzt sogar wieder gestiegen. Der Durchschnittswert liege derzeit bei gut 180 Gramm CO2 pro Kilometer. Ursache sei die Zunahme von Hubraum, Gewicht und Motorleistung der neuen Pkw. Das Gewicht von Audi-Neuwagen habe im Durchschnitt um mehr als 100 Kilogramm zugelegt, die Motorleistung sei von 101 auf 116 Kilowatt gestiegen. Audi produziere vor allem Autos für Raser. Die Spitzengeschwindigkeit liege im Durchschnitt aller angebotenen Neuwagen bei fast 240 Kilometern pro Stunde.

Gerhard Timm, Geschäftsführer des BUND: „Das Unternehmen stellt sich mit seinen Produkten gegen das dringend notwendige Umdenken in der deutschen Autoindustrie. Audi gebührt die Rote Laterne wenn es um die Erfüllung der Selbstverpflichtung der Autohersteller zur Minderung der Treibhausgase geht. 420-PS-Boliden wie den neuen Audi R 8 auf die Straße zu bringen wider­spricht jedem Klimaschutzziel.“

Ärgerlich sei auch, dass bei Audi, aber auch bei Herstellern wie VW, Daimler Chrysler und BMW die durchschnittlichen Emissionen von im Ausland verkauften Diesel-Pkw niedriger seien als bei im Inland angebotenen. Einer durchschnittlichen CO2-Emission von 166 Gramm pro Kilome­ter bei exportierten Audi-Pkw stünden 171 Gramm im Inland gegenüber. Dies sei ein Hinweis, dass in Deutschland vor allem Sparsamkeit und Effizienz von Autos intensiver beworben werden müsse.

Timm: „Der Audifahrer haut die Welt in die Tonne – dieses Motiv liegt kurz vor Abschluss unseres Wettbewerbs zur Verfremdung der Autoanzeigen deutscher Pkw-Hersteller auf Platz 1. Das ist nicht nur ein treffendes Bild für das, was mit dem Weltklima gerade geschieht, es deckt sich auch mit den Fakten zur fehlenden Umweltverantwortung des Ingolstädter Autokonzerns."

Pressekontakt: BUND-Verkehrsexperte Werner Reh, Tel. 0 30 / 2 75 86-435 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/-489, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51, Fax: -449; E-Mail: presse@bund.net




Jahresbericht 2006

Titelseite des Jahresberichtes 2006, Wildkatze als Titelbild

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