9. August 2007
Vattenfall muss Politik ändern. Weg von riskanten Atom- und umweltschädlichen Kohlekraftwerken
Berlin: Aktivisten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) protestierten heute zu Beginn der Hauptversammlung der Vattenfall Europe AG in Berlin gegen die Geschäftspolitik des Unternehmens. „Vattenfall verkohlt unsere Zukunft“ und „Vattenfall raus aus der Atomkraft!“ stand auf Transparenten, mit denen die eintreffenden Aktionäre begrüßt wurden. Vor dem Tagungshotel platzierten die Umweltschützer zwei Atomkraftwerksmodelle.
Vattenfall setze beim Betrieb seiner Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel auf Profit statt auf Sicherheit, wolle in Hamburg und Berlin neue klimaschädliche Kohlekraftwerke bauen und in Brandenburg wertvolle Naturlandschaften wie die Lacomaer Teiche der Braunkohle opfern, so die Kritik des Umweltverbandes. Bis hin zu einem der schwersten Störfälle der europäischen Kernenergienutzung 2006 im schwedischen AKW Forsmark reiche das Sündenregister des Unternehmens.
Der BUND forderte die Kleinaktionäre des Unternehmens auf, sich klar von dessen Energiepolitik zu distanzieren und ebenfalls zu Anbietern sauberen Stroms zu wechseln.
„Wir bieten heute allen Vattenfall-Aktionären einen Stromwechsel-Sondertarif an“, sagte Andreas Jarfe, Landesgeschäftsführer des BUND Berlin. „Dieser Tarif `Vattenfallwechsel jetzt` kann direkt bei uns vor Ort geordert werden.“
Nach den jüngsten Preiserhöhungen für Vattenfall-Kunden in Hamburg und Berlin gebe es auch keine finanziellen Argumente mehr gegen eine Wahl von sauberem Strom. „Zeigen Sie Vattenfall, was Sie von neuen Steinkohlekraftwerken in Ihrer Stadt halten und dass Sie keinen Strom aus den Pannen-AKW mehr beziehen wollen“, sagte Jarfe.
Pressekontakt: Andreas Jarfe, Landesgeschäftsführer BUND Berlin, Mobil: 01 77 / 3 32 33 77 bzw. Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Mobil: 0171-6065225, Tel. 0 30 / 2 75 86-421 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/-489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net