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18. Mai 2006

"Metro"-Hauptversammlung: Gewinne auf Kosten des Klimas

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert anlässlich der heute in Düsseldorf stattfindenden "Metro"-Hauptversammlung Korrekturen in der Produktpolitik des Unternehmens. Ein großer Teil der Gewinne von "Metro" gehe zu Lasten des Klimas, indem die Media-Saturn-Holding Strom fressende Elektrogeräte verkaufe. Nachteilig sei dies auch für die Kunden, die vermeintliche Schnäppchen langfristig über den höheren Stromverbrauch teuer bezahlen müssten.

Das Handelsunternehmen müsse sich stärker seiner Verantwortung für das Produktsortiment stellen und dürfe sie nicht auf die Verbraucher abwälzen. Der BUND hatte vor einer Woche eine Produktanalyse veröffentlich, die klare Schwachstellen im Angebot der Metro-Elektrohandelsketten aufzeigte.

Bei Kühlgeräten etwa würden dem Verbraucher Geräte angeboten, die nicht dem Stand der Effizienz entsprächen. Sie gehörten meist zur Energieklasse A (Media Markt 79 %, Saturn 71 % des Angebotes) und seien damit eindeutig Stromfresser. Der Durchschnitt der von Media Markt und Saturn angebotenen Kühl-Gefrierkombinationen verbrauche 318 Kilowattstunden pro Jahr und liege damit deutlich über sparsamen Geräten, die nur etwa die Hälfte benötigten.

Stromfresser seien auch von "Metro" angebotene Fernseher. Durch neue Flachbildgeräte mit LCD- oder Plasma-Technik und immer größere werdende Geräte sei ihr Energieverbrauch regelrecht "explodiert". Ein herkömmliches Röhrengerät komme mit 50 Watt aus. Geräte von "Metro" benötigten rund 180 Watt, die schlechtesten sogar bis 450 Watt.

"Metro" habe die Vorwürfe des BUND zwar zurückgewiesen, es sei dem Unternehmen jedoch nicht gelungen, die Fakten in einem einzigen Punkt zu entkräften. Auch in ihrem kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht habe "Metro" keine Ziele zur Sortimentsentwicklung bei Elektrogeräten vorgegeben.

Der BUND forderte die Metro-Hauptversammlung auf, ambitionierte Kriterien für ein Sortiment energiesparender Elektrogeräte festzulegen. Um dem Nachdruck zu verleihen, werde der Umweltverband am kommenden Wochenende in sechs Städten bei Filialen von Media Markt und Saturn Kunden vor dem Kauf Strom fressender Elektrogeräte warnen.

Die Ergebnisse der Recherche und weitere Informationen unter www.bund.net/klimaschutz

Pressekontakt: Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 030-27586-421 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




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Titelseite des Jahresberichtes 2006, Wildkatze als Titelbild

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