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15. Februar 2006

Stromverbrauch besser kennzeichnen. Hausaufgabe für Michael Glos

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND) hat Bundeswirtschafts­mini­­s­ter Michael Glos aufgefordert, die Überarbeitung und Ausweitung der Kennzeich­nungs­regeln für den Stromverbrauch von Elektrogeräten in Angriff zu nehmen. Glos müsse auf EU-Ebene eine entsprechende Initiative starten, damit sparsame Geräte künftig besser erkennbar seien. Gültige Regeln zur Verbrauchskennzeichnung gebe es derzeit nur für große Haushaltsgeräte, Klimaanlagen und die Wohnraumbeleuchtung. Vergleichbare Vorschriften fehlten jedoch für Unter­hal­tungselektronik sowie Büro- und Haushaltskleingeräte. Rund ein Zehntel des Strom­ver­brauchs in Deutschland gehe auf deren Konto. Glos könne mit einer solchen Initiative das Engagement der Bundesregierung für mehr Ressourcen- und Klima­schutz deutlich machen und zusätzliche Innovationen im Energiesektor befördern.

Der BUND kritisierte, dass die heutigen Kenzeichnungs­regeln bereits seit zehn Jahren unverändert gültig seien. Inzwischen gebe es nicht nur einen rasanten technischen Fortschritt bei Energiespartechniken, sondern auch weiter steigende Strompreise. Deshalb sei ein neuer Anlauf für mehr Stromeffizienz und Energiesparen dringend erforderlich. Die Bundesregierung müsse auf europäischer Ebene aktiv werden und bessere Kennzeichnungsregeln durchsetzen.

BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: „Bei Unterhaltungselektronik, Bürotechnik und Haus­halts­kleingeräten sind klare Kriterien zur Unterscheidung des Stromverbrauchs erforderlich, um die Haushaltskassen der Verbraucher und die Energieressourcen zu schonen. Das hilft nicht nur beim Klimaschutz, sondern optimiert auf längere Sicht auch die Wettbewerbsfähigkeit der Elektrogerätehersteller und Händler.“

Der Verband bemängelte auch, dass die Eingruppierung von Großgeräten in die Stromver­brauchs­­klas­sen „G“ (schlechteste) bis „A“ (beste) keine ausreichende Orientierung mehr biete. Die Klassifizierung müsse deshalb dringend überarbeitet werden. So kennzeichne das „A“ nicht in allen Fällen die besten Geräte. Beispielsweise seien die sparsamsten Kühlschränke mittler­weile in der Zusatzkategorie „A plus plus“ zu finden. Von den 550 auf dem deutschen Markt angebote­nen Wasch­maschinen seien bereits rund 500 mit dem A-Label gekennzeichnet. Für den Kunden gebe es somit keine echte Unterscheidungshilfe mehr und Geräteherstellern und Händlern fehle so der Anreiz, Waschmaschinen mit noch besserer Energieeffizienz anzubie­ten.

Lesen Sie hier das BUND-Hintergrundpapier zur Reform der Kennzeichnungsregeln. Pressekontakt: Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 030-27586-421 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




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Titelseite des Jahresberichtes 2007, Libelle als Titelbild

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