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4. August 2006

Beinahe-Gau in Schweden lässt Atomträume der Energiekonzerne platzen - Biblis sofort abschalten

Der BUND hat die Bundesregierung aufgefordert, den Atomaus­stieg zu beschleunigen und die gefährlichsten deutschen Atomreaktoren in Biblis, Neckarwestheim und Brunsbüttel sofort abzuschalten. Der Beinahe-Gau im schwedischen AKW Forsmark habe die Störanfälligkeit aller Atomanlagen erneut deutlich gemacht.

Dr. Brigitte Dahlbender, stellvertretende Vorsitzende des BUND: „Der Beinahe-Gau in Schweden führt die rosaroten Träume der Atomindustrie über ihre angeblich sichere Technik ad absurdum. Wir fordern die Stromkonzerne auf, sich aus der Atomkraft zurückzuziehen. In den nächsten vier Jahren müssen zunächst die riskantesten vier Reaktoren vom Netz. Eine längere Lauf­zeit für ein einziges deutsches AKW wäre ein Bruch des mit der Bundesregierung vereinbarten Atomkonsenses. Die Zukunft liegt bei erneuerbaren Energien und effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, nicht in veralteten Dinosauriertechnologien.“

Im Februar 2004 und im Oktober 2005 habe es in Biblis ähnliche Ausfälle der Notstromaggregate wie im schwedischen AKW Forsmark-1 gegeben. Wenn selbst schwedische Atommanager vom „schwersten Störfall seit Harrisburg und Tschernobyl“ sprächen, müsse die Bundesregierung Konsequenzen ziehen. Die von den deutschen Stromkonzernen geplante Beantragung einer verlängerten Laufzeit ausgerechnet für das störanfällige AKW in Biblis müsse entschieden zurückgewiesen werden.

Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel.: 030-27586-425, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net




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