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7. November 2005

BUND fordert sorgfältige Suche nach Atomendlager

Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND), zieht aus den jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffent­lichten Ergebnissen zur Atomendlagersuche den Schluss, dass der Salzstock in Gorleben als Endlagerstandort ungeeignet sei. Weder könne das Gorlebener Salz als bestes Grubenmate­rial für ein Atommülllager angesehen werden, noch habe bei der Auswahl dieses Standortes ein qualifizierter Vergleich mit anderen potentiell geeigneten Orten in Deutschland stattgefunden. Dies müsse nun nachgeholt werden.

Timm: „Die schnelle und sorgfältige Suche nach einem Endlager duldet keinen weiteren Aufschub. Der radioaktive Abfall einer fehlgeleiteten Energiepolitik muss möglichst sicher gelagert werden. Dabei ist unter mehreren Standorten der beste zu finden. Für diese Auswahl ist das vor der Bundestagswahl vom Umweltministerium vorgestellte Endlagersuchgesetz eine gute Grundlage. Die neue Regierung muss diesen Ball aufnehmen. Auf keinen Fall darf sie sich im Koalitionsvertrag auf Gorleben festlegen.“

Vor allem komme es darauf an, die weitere Produktion von Atommüll sofort zu stoppen. Dazu müssten alle Reaktoren abgeschaltet werden. Eine wie auch immer gestaltete Laufzeitverlänge­rung für die Atommeiler wäre kontraproduktiv. Das müsse den künftigen Regierungsparteien klar sein.

Die BfS-Gutachten machten außerdem deutlich, wie schwierig die Endlagersuche sei. Trotzdem dürfe die neue Regierung diese Aufgabe nicht auf die lange Bank schieben.

Pressekontakt: Thorben Becker, BUND-Atomexperte, Tel. 030-27586-425 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/489, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net Sie möchten regelmäßig und automatisch die Pressemitteilungen des BUND-Bundesverbandes erhalten? Pressemitteilungen abonnieren.




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