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15. Dezember 2004

LKW-Maut begünstigt Verkehrsverlagerung. Weiterentwicklung der Maut erforderlich

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt, dass die Erhebung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen endlich beginnt. Die LKW-Maut sei ein wichtiges Instrument für mehr Kostenwahrheit im Verkehr. Damit werde dem Lastkraftverkehr ein Teil der von ihm verursachten Kosten für Bau und Unterhalt der Autobahnen angelastet, die Steuerzahler würden entlastet.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Die LKW-Maut schafft bessere Wettbewerbsbedingungen zwischen Bahn und Straße. Der Schienengüterverkehr trägt bereits seine Wegekosten selbst. Jetzt muss auch der LKW-Verkehr Wegekosten übernehmen. Das fördert die Verlagerung von Transporten auf die Schiene und entlastet die Umwelt. Die Maut muss aber schnellstmöglich für alle Straßen eingeführt, schrittweise angehoben und auf Klein-LKW ausgedehnt werden."

Der Gütertransport auf der Schiene müsse außerdem attraktiver gemacht werden. Voraussetzung dafür sei die erhebliche Verbesserung der Bahn-Infrastruktur.

Nach Ansicht des BUND sollten die Einnahmen aus der LKW-Maut für die Modernisierung des Schienennetzes sowie für den Erhalt der Straßen eingesetzt werden. Eine Zweckbindung der Maut allein zu Gunsten des Straßenbaus, wie von CDU/CSU und FDP gefordert, lehnt der BUND ab. Damit würde die erforderliche Modernisierung des Schienennetzes verhindert und die beabsichtigte Verlagerung von Gütertransporten auf die Bahn unterlaufen.

Bei Rückfragen: BUND-Verkehrsexperte Tilmann Heuser, Tel. 030-27586-435 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, Mobil: 0171-8311051, Fax: -449; E-Mail: presse@bund.net




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