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23. April 2004

Auch BUND für Sportboot-Maut

Nach Bundesverkehrsminister Stolpe hat jetzt auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Maut für Motorsportboote gefordert. Damit würde ein alte Forderung der Umweltverbände endlich umgesetzt.

Motorboote und große motorisierte Segeljachten richteten aufgrund ihres Wellenschlags starke Schäden an Ufern und Röhrichten an. Die Kosten für ihre Wiederherstellung würden bisher allein vom Steuerzahler getragen. Ebenso erfolge die Instandsetzung und Unterhaltung kleinerer Wasserstraßen, wie z.B. des Elde-Müritz-Kanals oder der Verbindung von der Müritz zur Oberhavel nur für Sportboote. Frachtschiffe verkehrten dort keine mehr. Allein in Brandenburg seien mit mehreren Millionen Euro aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums in den letzten Jahren der Finowkanal und alte Schleusen nur für Sportboote instandgesetzt worden.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Immer wieder fordern Politiker aller Parteien mehr Kostenwahrheit im Verkehr. Da ist es nur gerechtfertigt, wenn sich die Eigentümer motorisierter Sportboote wenigstens teilweise an den externen Kosten beteiligen, die ihre Fahrzeuge verursachen. Ein kleiner Beitrag wird dem einzelnen Bootsbesitzer nicht wirklich wehtun. Die Allgemeinheit aber wird so für andere wichtige Aufgaben entlastet."

Durch eine in der Höhe gestaffelte Boots-Maut ließen sich außerdem umweltpolitisch gewünschte Lenkungswirkungen erzielen. So könnten z.B. große Motorjachten mit hoher PS-Zahl, die meist auch einen stärkeren Wellenschlag erzeugen, höher besteuert werden als kleinere Boote. Umweltfreundliche und langsamere Boote mit Solar-Elektroantrieben sollten hingegen Steuervorteile erhalten.

Pressekontakt: BUND-Verkehrsexperte Tilmann Heuser, Tel. 030-27586-435 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, Fax: -449; E-Mail: presse@bund.net




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