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28. November 2002

BUND: Landschaftsvermüller auf verlorenem Posten - Dosenpfandsystem jetzt schnell einführen  -  

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in der heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster pro Dosenpfand den endgültigen Durchbruch für die Umweltabgabe. Jetzt komme es darauf an schleunigst geeignete Kennzeichnungs- und Rücknahmesysteme einzuführen. Die Kunden hätten ein Recht darauf, mit Beginn des neuen Jahres das umweltschützende Pfand auf den Getränkeverpackungen zu finden.

Den Pfandgegnern warf der BUND vor, mit ihrer Verzögerungstaktik den jetzt entstandenen Zeitdruck beim Start des Dosenpfands selbst verschuldet zu haben. Ein Hinausschieben der Einführung dürfe deshalb nicht akzeptiert werden. Das Pflichtpfand müsse zum 1.1.2003 kommen.

Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Noch immer landen viele Dosen, Flaschen und jede Menge Müll an Straßenrändern, Seeufern und in den Wäldern. Die Gegner des Pflichtpfands sollten nur einen Tag lang dazu verpflichtet werden, diese Müllhaufen zu entfernen. Dann würden sie ihre Blockade bestimmt aufgeben. Im nächsten Jahr kann die Umwelt nun ein wenig aufatmen."

Der BUND fordert ein Monitoring des kommenden Pflichtpfands. Wenn sich herausstelle, dass trotz der Einführung des Pfands der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen weiter sinke, müssten neue Instrumente zur Förderung von Mehrweg gesucht werden. Sollte das Pflichtpfand keine Stabilisierung des Mehrweganteils bewirken, schlägt der BUND eine zusätzliche Verpackungsabgabe vor, um regionale Mehrwegsysteme zu schützen.

Der BUND fordert die Bundesregierung auf, verlässliche Grundlagen für eine ökologische Bewertung von Getränkeverpackungen unter Berücksichtigung aller negativen Umweltauswirkungen zu schaffen. Den Verbrauchern rät der BUND, Einwegverpackungen aus Alu, Kunststoff oder Karton im Regal zu lassen und statt dessen Mehrwegflaschen der Bier-, Saft- und Mineralwasserhersteller aus der Region zu kaufen.

Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle, Rüdiger Rosenthal, Tel. 030-27586-425 / -489, Fax: -449, mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net

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