30. August 2002
Umweltprogramm von CDU/CSU unzureichend. BUND fordert konsequente Nachhaltigkeitspolitik
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das heute vorgestellte Umweltprogramm der CDU als unzureichend und rückwärtsgewandt kritisiert. Die angestrebte Renaissance der Atomkraft, die Aussetzung und Abschaffung der Ökosteuer und das beabsichtigte Kippen des Dosenpfands würden eklatante Rückschritte gegenüber den umweltpolitischen Erfolgen der letzten Jahre mit sich bringen.
Dr. Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des BUND: "Die Opposition hat die Hochwasserkatastrophe nicht dazu genutzt, ihre umweltpolitischen Ziele zu modernisieren. Das sieht man am deutlichsten an ihrer Absicht, die Atomenergie wieder stärker zu fördern. Atomkraft ist aber kein geeignetes Mittel für den Klimaschutz. Sie ist nicht nachhaltig, da sie ein unberechenbares Gefahrenpotential birgt und künftigen Generationen enorme radioaktiv strahlende Lasten aufbürdet. Der Weg zum Klimaschutz verläuft nur über das Energiesparen, die Verbesserung der Effizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien."
Nach der aktuellen Hochwasserkatastrophe habe die CDU/CSU sich auch nicht deutlich von ihren bisherigen Flussausbauplänen distanziert, die zu massiver Naturzerstörung und größerer Hochwassergefahr führen würden. Der BUND begrüßt hingegen die im CDU/CSU-Programm erstmals sichtbare Bereitschaft, im Bundesbesitz befindliche Flächen im ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet für den Naturschutz zur Verfügung zu stellen. Positiv wertete der BUND die von CDU/CSU angekündigte Initiative bei der Altbausanierung, die jedoch noch immer hinter den Plänen der jetzigen Regierung zurückbleibe. In diesem Bereich liege ein bedeutendes Potential für Energieeinsparungen und Klimaschutz.
Bei Rückfragen: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489, Fax: -449; Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net
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