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                                                                                                               Schwerin, den 27.08.08 / 45-08

Besser iss Bio in Warnemünde!

BUND bietet Schülern aktuelle Schulmappe zur artgerechten Nutztierhaltung an

BUND fordert höhere Förderung der Investitionen für Stall-Um- und -Neubauten im Ökolandbau

Am Sonntag, den 31. August 2008 von 10.00 bis 18.00 Uhr findet in Warnemünde „BIOerleben“- der größte Bio-Markt in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Am Info-Stand des BUND gibt es für interessierte Besucher des Bio-Aktionstages die aktuellen Beiträge des BUND zum Ökolandbau. Für Schulkinder wird die sogenannte Schulmappe zum Vorzugspreis von 3.00€ angeboten.

Dr. B. Roloff, Agrarexperte des BUND:

„In der von uns aktualisierten Schulmappe wird Schülern altersgemäß die artgerechte Nutztierhaltung im ökologischen Landbau vermittelt. Mit unserem Motto „Besser iss Bio“ werben wir für den Kauf und den Verzehr ökologischer Erzeugnisse und die Vorzüglichkeit des ökologischen Landbaus in unserem Land.“

Der Aktionstag wird gemeinsam von den Öko-Verbänden des Landes organisiert unter der Leitung von „landaktiv“. Es werden insgesamt 50 Aussteller ihre Bio-Erzeugnisse anbieten bzw. sich als Bio-, Umwelt- oder Anbauverband präsentieren.

Die Veranstaltung wird eingerahmt von einem abwechselungsreichen Kulturprogramm für Kinder und interessierte Verbraucher.

Statt kleinmutiger Ziele – „Zehn Prozent ökologischer Anbau bis 2010.“ – und selbstgefälligen Sonntagsreden, wie in Warnemünde, fordert Roloff vom anwesenden Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus endlich ein eindeutiges Bekenntnis und ein klares Ziel für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern:

„Der anhaltende Bio-Boom geht zur Zeit an den Biobauern aus unserem Land vorbei. Das Landwirtschaftsministerium hatte zuerst 2004 und dann nochmals 2006 die Umstellungsförderung ausgesetzt - eine agrarpolitisch Fehleinschätzung. Jetzt fehlen die Bio-Betriebe im Land, die den wachsenden Bedarf an Bio-Produkten decken könnten. Die aktuellen 135 €/ha sind als Umstellungsprämie wesentlich zu gering als Anreiz, auf Ökolandbau umzustellen und auch zu gering als Ausgleich bei der ökologischen Erzeugung. Die Förderprogramme zur Entwicklung des ökologischen Landbaus müssen dringend neu ausgerichtet und besser ausgestattet werden. Notwendig ist ab 2009 sowohl die Erhöhung der Umstellungsprämie auf mindestens 300€/ha und der Beibehaltungsprämie auf 210€/ sowie ein Ausgleich für erforderliche Investitionen für Stall-Um- und -Neubauten während der Umstellung auf die ökologische Nutztierhaltung.“

Hintergrund:

Der ökologische Landbau ist die nachhaltigste Landbewirtschaftsform und erbringt am meisten öffentliche Güter als Gegenleistung.
Ökologischer Landbau wirkt sich positiv auf den Boden, das Wasser und das Klima aus, erhält und verbessert die Bodenfruchtbarkeit sowie die biologische Vielfalt. Der ökologische Landbau ist energieeffizienter und ressourcenschonender als die konventionelle Landwirtschaft.

Pressemitteilung und Flyer von BIOerleben unter: www.bioerleben08.de.

Rückfragen: Dr. Burkhard Roloff, BUND, Tel.: 0385 52133913 und 0176 25190600.