Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Regionalverband Mittlerer Oberrhein

G e n t e c h n i k - f r e i leben
Aktionsgruppe von BUND und Greenpeace für alle Interessierten

Gesunde Lebensmittel verspricht der Handel, und auch die Politik will sie angeblich garantieren. Aber andere Interessen stehen dem entgegen: die Industrie will gentechnisch hergestellte Nahrung durchsetzen. Das bedeutet unabsehbare Risiken für die menschliche Gesundheit und für die Ökosysteme.

Die Gentechnik-Industrie drängt in die Landwirtschaft. Auf möglichst großen Flächen sollen Gen-Mais, Gen-Raps, Gen-Kartoffeln, Gen-Weizen und andere gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Gefordert wird gleiches Recht für den gentechnischen Anbau wie für die herkömmliche gentechnikfreie Erzeugung (eine so genannte Koexistenz). Aber das kann es nicht geben, denn die Gentechnik bedroht die Existenz der gentechnikfreien Betriebe. Wenn sich Gen-Pflanzen ausbreiten und die Felder der Nachbarbetriebe verunreinigen, gibt es keine gentechnikfreie Landwirtschaft mehr.

Bedroht ist nicht nur die ökologische Lebensmittelerzeugung, die stetig wächst und zu Recht im allgemeinen Interesse besonders gefördert wird. Ebenso bedroht ist die konventionelle Landwirtschaft, die in bewährter Weise Risiken bei Anbau und Vermarktung vermeidet. Bedroht sind außerdem die heimischen Natur- und Erholungsräume. Niemand weiß, welche Wirkungen die neuen genveränderten Organismen langfristig haben werden.

Die gentechnische Spaltung des Zellkerns stellt verglichen mit der Spaltung des Atomkerns eine neue Dimension dar, weil genmanipulierte Organismen sich selbst vermehren können. Verschiedene rätselhafte Krankheiten, wie die zunehmenden Allergien, sind schon mit hoher Wahrscheinlichkeit durch industrielle Schadstoffe mitverursacht. Deshalb ist Vorsorge angebracht.

Die Menschen sind mit großer Mehrheit gegen Gentechnik im Essen. In der Landwirtschaft sind etwa 70 Prozent gegen gentechnische Produktion. Das ist der vernünftige Widerstand gegen eine Technologie, die zwar Risiken, aber keine Vorteile bringt. Diesem klaren Nein ist zu verdanken, dass gentechnisch hergestellte Nahrung in Deutschland bisher nicht wie geplant massiv eingeführt werden konnte.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden mit: Seien Sie wachsam, informieren Sie sich vor dem Kauf über die Lebensmittel, fragen Sie im Zweifelsfall nach; lassen Sie wenn nötig die Waren liegen und sagen Sie warum!

Unterstützt wird diese kritische und verantwortungsvolle Haltung von Bauern und Bäuerinnen, Geschäftsleuten, Ärztinnen und Ärzten, Vertretern und Vertreterinnen der Kirchen und der Gewerkschaften und Aktiven aus den Umweltverbänden. Lassen Sie uns gemeinsam die gesunde Lebensmittelproduktion für alle sichern.

Dafür macht sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Region zusammen mit der Greenpeace-Gruppe Karlsruhe stark. Wir haben den offenen Aktionskreis G e n t e c h n i k - f r e i leben gebildet. Seien auch Sie mit dabei!

Gut essen - natürlich ohne Gentechnik!

Aktionskreis G e n t e c h n i k - f r e i leben

BUND-Regionalgeschäftsstelle Waldhornstr. 25, 76131 Karlsruhe
Tel. 0721-358582
Fax 0721-358587
BUND.Mittlerer-Oberrheinbund.net

Greenpeace Gruppe Karlsruhe
Steinstr. 23, 76133 Karlsruhe
Tel. 0721-377771
karlsruhegreenpeace.de
www.greenpeace-karlsruhe.de
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