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Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland e.V. (BUND)
Ortsverband Karlsruhe
| Agenda 21 in
Karlsruhe
Im Juni 1992 fand in Rio de Janeiro eine Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung statt. Auf dieser Konferenz haben Vertreter aus 178 Staaten ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert beschlossen. In dieser sogenannten Agenda 21 werden Ziele formuliert, um den Herausforderungen des neuen Jahrhunderts begegnen zu können. Die Staaten wurden aufgefordert, Strategien für eine zukunftsfähige oder nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten und umzusetzen, damit diese Ziele verwirklicht werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Agenda 21 ist ihr umfassender Ansatz: Ökonomie, Ökologie und Soziales werden nicht mehr isoliert, sondern in gegenseitiger Abhängigkeit betrachtet. Alle drei Bereiche sind für eine zukunftsfähige Entwicklung gleich wichtig. Welche Schwerpunkte dabei im Zieldreieck Ökologie-Wirtschaft-Soziales gesetzt werden, muss immer wieder durch einen Dialog mit den Bürgern erörtert werden. In der Agenda 21 werden Städte und Gemeinden als die den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten stehende politische Ebene ausdrücklich aufgefordert, ihren Beitrag zur Erreichung der in der Agenda 21 formulierten Ziele zu leisten und eine „Kommunale Agenda“ zu erarbeiten. Entsprechend diesem Auftrag geht der „Karlsruher Weg zur Agenda 21“ vom Engagement und der Selbstverantwortung der politisch Verantwortlichen, der Stadtverwaltung, der Wirtschaft, der Bürgerinnen und Bürger sowie dem alleinigen Entscheidungsrecht des Gemeinderats für eine nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung in Karlsruhe aus. Zur Koordination des Agendaprozesses und als Kontaktstelle für alle Karlsruher Bürgerinnen und Bürger und Initiativen, die etwas zur nachhaltigen Entwicklung von Karlsruhe beitragen wollen, wurde innerhalb der Stadtverwaltung das Agendabüro eingerichtet. Hier können sich alle Interessierten melden, um Informationen zum Agendaprozess in Karlsruhe zu erhalten oder sich über die Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung in den bestehenden oder auch neu zu gründenden Arbeitskreisen erkundigen. Folgende Arbeitskreise, in denen auch der BUND Karlsruhe vertreten ist, gibt es zur Zeit (Stand Oktober 2000): Arbeitskreis Energie: Der Arbeitskreis setzt sich ein für:
Arbeitskreis „21 Haushalte“: Seit November 2000 erproben Menschen aus 21 Karlsruher Haushalten ein Jahr lang konkrete Möglichkeiten für einen "nachhaltigeren" Lebensstil in Karlsruhe. Es gilt, Neues auszuprobieren, über Altgewohntes kritisch nachzudenken und neue kreative Ideen zu entwickeln. Mit der Aktion wollen wir zusammen mit den Haushalten zeigen, dass dieser Lebensstil den Geldbeutel schont, die Lebensqualität in der Stadt verbessert und es eine Menge praxisnaher Anregungen für alle Karlsruherinnen und Karlsruher gibt. Arbeitskreis Wirtschaft: Um erfolgreich zu sein, muss der Agendaprozess auch die lokalen Unternehmen mit einbeziehen und diese daher zur Teilnahme motivieren. Die Region hat in ökonomischer Hinsicht viel zu bieten: Technologieregion, mehrere Forschungs- und Umweltinstitute, Touristik, Landwirtschaft (regionale Erzeuger), Austausch mit französischen Nachbarn. Im Sinne einer lokalen und regionalen Agenda sind daher noch viele ungenutzte Potenziale vorhanden. Diese aufzuzeigen und die Unternehmen und Institutionen „mit ins Boot zu ziehen“, ist Ziel dieses Arbeitskreises. Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit: Viele Bürger können mit dem Begriff Agenda 21 nichts anfangen. Dies ist auch nicht leicht, da die Agenda 21 aus sehr vielen Themen und Ansätzen besteht. Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gemacht, die Agenda 21 begreifbarer zu machen, und auch die konkreten Auswirkungen ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. In Zusammenarbeit mit dem Agendabüro, den anderen Arbeitskreisen und der lokalen Presse sollen regelmäßig konkrete Projekte und aktuelle Themen vorgestellt werden. Arbeitskreis Konsum: Welche Produkte soll oder kann ich mit gutem Gewissen kaufen? Wie können Strukturen für einen gesunden und nachhaltigen Konsum geschaffen werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis Konsum. Es wurde beispielsweise ein „Nachhaltiger Konsumführer“ erstellt, der derzeit aktualisiert wird. Arbeitskreis Mensch und Gewässer: Der Bau eines neuen Schwimmbads an der Europahalle hat eine Diskussion zu Projektideen über eine "Neue Natur der Alb" ausgelöst. Diese Projektideen zielen nicht nur auf eine Verbesserung der Ökologie ab, sondern mit ihren nachhaltigen Impulsen für den Städte- und Landschaftsbau, das Sport-, Kultur- und Unterhaltungsgeschehen auf eine Ausgewogenheit von Ökologie, Ökonomie und Sozialem. Dies entspricht dem Bedürfnis der Bürger, die wieder sauber gewordenen Gewässer zu einem positiven Erlebnis für die Menschen werden zu lassen. Die Ideen sollen mit allen Zuständigen und Interessierten auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden, damit ggf. konkrete weitere Schritte geplant werden können. BUND-Arbeitskreis Agenda 21 - Kontakt: Dr.Thomas Bernard, E-Post: thbernard@web.de Stadt Karlsruhe, Agendabüro: Stadt Karlsruhe,
Agenda 21 |
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