Hormonelle Schadstoffe können zu Fettleibigkeit und Diabetes führen

Zeichnung: kleiner, dicker Junge mit Plastikschwimmring, Grafik: BUND / Andreas Creutzburg

Die Belastung des Menschen durch synthetische Chemikalien wie Bisphenol A, Weichmacher oder Flammschutzmittel kann zu Fettleibigkeit und Diabetes führen.

Das ist das Ergebnis einer Studie der englischen Umweltorganisation ChemTrust, die der BUND am 20. März 2012 in Berlin – zeitgleich mit einer Ver­öffentlichung in London und Brüssel – vorstellte.

Dickmachende Weichmacher – die unsichtbare Gefahr

In Alltagsprodukten wie Plastikspielzeug, Elektrogeräten, PVC-Böden und Konservendosen sind die gefährlichen Chemikalien enthalten. Sie gelangen über die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in den Körper. Bisher wurden sie vor allem mit Störungen der Sexualfunktionen in Verbindung gebracht.

Die neue Studie, die fast 240 Untersuchungen zusammenfasst, zeigt deutlich, dass auch hormonelle Schadstoffe zu den Ursachen von Übergewicht und Diabetes gehören.

Deutschland bei Diabetes-Erkrankungen führend

Die Zahl der unter Diabetes und Fettleibigkeit leidenden Menschen hat in den letzten Jahrzehnten weltweit massiv zugenommen. Während sich der Trend zu Übergewicht und Fettleibigkeit in den Industrieländern in den letzten Jahren auf einem – viel zu hohen Niveau – eingependelt hat, wird für Diabetes eine weitere Steigerung der Erkrankungen prognostiziert.

Übersicht: Diese Chemikalien können Übergewicht und Diabetis hervorrufen. Zum Vergrößern auf die Grafik klicken, Quelle: BUND / gde.de

Deutschland gehört mit einer Diabetes-Rate von neun Prozent zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa.

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