Der BUND ruft gemeinsam mit der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen zur Meldeaktion "Feuermelder" auf. Denn die Feuerlibelle, die Libelle des Jahres 2011, ist ein Paradebeispiel für die Ausbreitung einer südlichen Art infolge des Klimawandels. Wie sie sich weiter ausbreitet und an welchen Lebensräumen sie nun auftaucht, ist für den Naturschutz ebenso interessant wie für die angewandte Umweltwissenschaft.
Helfen Sie, diese Fragen zu klären!
Bei der Aktion "Feuermelder" geht es zwar vor allem um die Feuerlibelle. Die Naturschützer interessiert aber auch, mit welchen anderen Arten die Feuerlibelle sich "vergesellschaftet". Eine Liste anderer Arten finden Sie in der Eingabemaske.
Darum unser Aufruf: Melden Sie uns jährlich von Juni bis Ende September, ob und wo Sie die auffällige Feuerlibelle gesehen haben. Halten Sie die Augen offen, beim Spaziergang am Kanal, beim Ausflug an den Badesee oder beim Angeln am Bach.
Ihre Beobachtungen können Sie einfach in der Eingabemaske eintragen, nachdem Sie sich einfach und kostenlos registriert haben. Sie können sich in dem Meldebereich zum Beispiel auch über andere Meldungen informieren.
Feuerlibelle – der Name ist Programm
Bei der Feuerlibelle fallen vor allem die leuchtend feuerroten Männchen auf. Bei ihnen ist der gesamte Körper, einschließlich Brust, Augen und Stirn feuerrot gefärbt, auch die Beine sind rötlich. Auf den ersten Blick kann man sie leicht mit der Blutroten Heidelibelle verwechseln. Diese hat jedoch schwarze Beine. Im Gegensatz zur Blutroten Heidelibelle weist die Feuerlibelle zudem einen breiteren, platten Hinterleib auf.
Ursprünglich kam die Feuerlibelle nur in Afrika und rund ums Mittelmeer vor. Mitte der 1980er Jahre wurde sie zunächst in Rheinland-Pfalz heimisch und breitete sich von dort in ganz Deutschland aus. Mittlerweile kommt sie auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vor.